Der Abschied von Dayot Upamecano von RB Leipzig gerät ins Wanken. Die Ausstiegsklausel von 60 Millionen Euro könnte auf die interessierten Klubs in der aktuellen Lage abschreckend wirken. Nun scheint es drei mögliche Szenarien geben, wie es mit dem Innenverteidiger weitergeht.


​Im Leipziger Kader tummeln sich viele hochtalentierte Spieler, die immer wieder mit anderen Klubs in Verbindung gebracht werden. Neben Timo Werner ist Dayot Upamecano der am heftigste umworbene ​RB-Profi. Um den 21-jährigen Innenverteidiger ranken sich seit Monaten Wechselgerüchte.


Das liegt zum einen daran, dass der 15-fache französische U21-Nationalspieler schon jetzt zum besten gehört, was die Bundesliga in der Abwehrzentrale zu bieten hat. Zum anderen aus der Kombination von Alter und Rest-Vertragslaufzeit. Das aktuelle Arbeitspapier von Upamecano ist nur noch bis Sommer 2021 gültig. Für diesen Sommer hat Upamecano zudem eine festgeschriebene Ausstiegsklausel von 60 Millionen Euro im Vertrag verankert.


Kein Klub bereit, die 60-Mio.-Euro-Klausel für Upamecano zu ziehen?


In Leipzig war man deshalb davon ausgegangen, dass ein europäischer Top-Klub diese aktivieren wird. Die Corona-Krise könnte dieses Szenario aber verhindern - das glaubt auch RB-Sportdirektor Markus Krösche: "Solche Summen sind zumindest in diesem Sommer eher unwahrscheinlich, das muss man ehrlicherweise so sagen", erklärte er gegenüber dem kicker.


Demnach gebe es für ihn drei mögliche Szenarien, wie die nahe Zukunft von Upamecano aussehen könnte:

  1. ​Upamecano unter der Ausstiegsklausel verkaufen
  2. Upamecano verlängert bei RB
  3. 2021 ablösefrei ziehen lassen


Szenario Nummer drei will man in Leipzig - so wie schon zuvor bei Timo Werner - unter allen Umständen vermeiden. Priorität hat demnach Szenario zwei: Den Vertrag - ebenfalls analog zu Timo Werner - verlängern. Krösche wolle dabei so behutsam vorgehen, wie zuvor auch bei Werner. "Das ist eine weitreichende Entscheidung für einen Spieler, dafür sollte er sich auch Zeit nehmen. Ich bin kein Freund davon, Druck aufzubauen"​, erklärte er.

Markus Kroesche

Krösche hält es für möglich, dass Upamecano seine Pläne wegen der aktuellen Lage zumindest verschiebt: "Er muss sich klarwerden, was er genau vorhat, wie er seine Zukunft sieht. Vielleicht hat sich das durch die neue Situation ein Stück weit verändert."


Dass Upamecano in nicht all zu ferner Zukunft bei einem der größten Klubs Europas landet, steht außer Frage. Bei RB arbeitet man aber daran, dass er diesen Schritt erst in einigen Jahren gehen wird. Die Perspektive die Leipzig in der Zwischenzeit bieten kann, klingt jedenfalls nicht all zu schlecht: Bundesliga-Spitze, Champions-League-Teilnahme - und vor allem, ein sicherer Stammplatz, um sich weiterzuentwickeln.


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