Mit den drei Nachwuchs-Spielern um Jordan Beyer, Andreas Poulsen und Julio Villalba hat ​Borussia Mönchengladbach derzeit ein vielversprechendes Talente-Trio verliehen. Am Niederrhein besitzen sie allerdings unterschiedliche Perspektiven.


Eine gute Nachwuchsarbeit ist essenziell wichtig für Vereine wie Gladbach, die auf Wertsteigerungen und Ablösesummen angewiesen sind. Den leicht negativen Ruf eines "Ausbildungs-Klubs" gibt es heutzutage nicht mehr unbedingt - viel eher ist es ein Zeichen guter und souveräner Arbeit, die den Grundstein für zukünftige Planungen und Transfers legt.


Gladbach: Villalba mit Verletzungspech, Poulsen mit starker Konkurrenz


Einen aktuell schweren Stand hat Julio Villalba. Der 21-jährige Stürmer wurde im vergangenen Winter nach Österreich zum SCR Altach ausgeliehen. Die Hoffnung, dass er dort Spielpraxis sammeln und zum Sommer näher an den Profikader heranrücken konnte, hat sich bislang nicht erfüllt. Nicht zuletzt durch eine Oberschenkelverletzung fiel er bereits Anfang Februar aus, sodass er noch immer kein Spiel für den Erstligisten machen konnte. Laut kicker verfügt Altach über keine Kaufoption, somit kehrt Villalba im Sommer vorerst zurück. Sollte er erneut verliehen werden, müsste man seinen aktuell 2021 auslaufenden Vertrag jedoch erst verlängern.

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Durch Oberschenkelprobleme noch ohne Einsatz in Österreich: Julio Villalba


Durchwachsene Aussichten auf einen schnellen Einstand bei den Profis hat Andreas Poulsen. Ganz so weit weg vom Durchbruch wie Villalba ist der 20-Jährige zwar nicht, und doch könnten die Aussichten besser sein. Auch er wurde im Winter in die österreichische Liga verliehen, wo er seitdem alle möglichen vier Liga-Einsätze für Autria Wien über die vollen 90 Minuten absolviert hat. Die Spielpraxis war also gegeben, bevor der Fußball durch den Coronavirus zum Stopp gezwungen wurde. Und dennoch ist seine Position des Linksverteidigers in der Fohlenelf gut besetzt. Ramy Bensebaini ist gesetzt und Oscar Wendt könnte seinen Vertrag verlängern, so der kicker. Auch wenn Poulsen auf einem guten Weg ist, so hat er noch sehr starke Konkurrenz vor sich.


Youngster Jordan Beyer soll ein "fester Bestandteil der Bundesliga-Mannschaft" werden


Positiv in die Zukunft blicken darf wohl Jordan Beyer. Der mit 19 Jahren jüngste ausgeliehene Youngster von den dreien ist der Spieler, mit dem die Gladbacher am meisten planen. Die Winter-Leihe zum ​Hamburger SV hat sofort eingeschlagen, ganze sieben Partien stand er in der zweiten Liga auf dem Platz, stets in der Startelf - nur einmal wurde der Rechtsverteidiger ausgewechselt. Auch der kicker spricht von einer "wichtigen Rolle", die Beyer in den Zukunftsplanungen spielen soll, wie auch Sportdirektor Max Eberl bereits erklärte: "Mittelfristig sehen wir Jordan als festen Bestandteil unserer Bundesliga-Mannschaft."

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Youngster Jordan Beyer soll in Gladbachs Zukunft eine tragende Rolle spielen



Umso wichtiger wird seine Rückkehr im Sommer durch die ungewisse Transfersituation. Ob man dort aktiv werden kann, und wenn ja in welchem Maße, ist durch die anhaltenden Ungewissheiten noch unklar. Hinter Stammspieler Stefan Lainer könnte Beyer also schneller Fuß fassen, als man es vielleicht zunächst vermutet hätte. Zumal er auch in der Innenverteidigung eine Alternative zum Duo Elvedi/Ginter darstellt.


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