​Die englische ​Premier League steht bereits seit vier Wochen still und eine ​Fortsetzung der Saison wird nicht vor Anfang Mai zu erleben sein. Bis zu zehn Saisonspiele müssen die Klubs auf der Insel noch nachholen, Mannschaften wie ​Manchester City stehen zudem vor wichtigen Aufgaben in der ​Champions League. Der Superstar der Citizens äußerte sich nun sehr kritisch zu den Plänen, die Liga nach der Zwangspause zu schnell zu reanimieren - und spricht sich für einen Abbruch aus. 


Manchester City kann den Titel in der laufenden Saison der Premier League nur noch rechnerisch holen. Bei 25 Zählern Rückstand auf den Spitzenreiter ​FC Liverpool und nur noch 30 zu sammelnden Punkten scheint dieses Unterfangen schier aussichtslos. Ein vorzeitiger Abbruch der Spielzeit wäre also für das Team um den belgischen Ausnahmekönner Kevin de Bruyne ein zu verschmerzendes Szenario. 


Dementsprechend kann man die jüngsten Aussagen des 28-jährigen Mittelfeld-Stars einordnen, wenn er davon spricht, dass eine nicht zu Ende gespielte Saison 2019/20 für ihn kein Beinbruch wäre.


Wiederaufnahme führt zu Problemen


Vor allem die fehlende Klarheit der von der Liga getroffenen Aussagen zu einem Termin für die Fortsetzung der Saison stoßen de Bruyne auf. "So lange mit einer Entscheidung zu warten, kann für die nächste Saison zu Problemen führen. Es ist nicht so, dass wir eine sehr lange Sommerpause haben und einfach alles umstellen können​", sagt der 74-fache belgische Nationalspieler gegenüber der Het Laatste Nieuws aus seinem Heimatland (via Sport 1).


"Ich habe keine Ahnung, wann wir wieder spielen werden. Wir haben seit sechs Wochen nicht mehr gespielt. Normalerweise bräuchten wir eine Vorbereitung von drei bis vier Wochen. Wenn wir sofort wieder anfangen, werden nach ein paar Spielen alle verletzt sein. Das kann nicht die Absicht sein", lautet de Bruynes stichhaltiges Argument.

UEFA Champions League"Real Madrid v Manchester City FC"

Denkt an die Gesundheit der Profis und an die nächste Spielzeit - Kevin de Bruyne


Als konsequente Lösung dieser Problematik empfiehlt er der Premier League, sich an dem Vorbild des belgischen Verbandes zu orientieren und ebenso ​einen vorzeitigen Abbruch der Saison zu erwägen:


"Ich wäre traurig, wenn die Saison nach einem so guten Jahr abgebrochen würde, aber wenn es Probleme für die nächste Saison vermeidet, muss es getan werden", sagt de Bruyne und stellt damit die Gesundheit der Profis über wirtschaftliche Liga-Interessen. Dass die von ihren Medienpartnern hochbezahlte englische Liga diesen Vorschlag umsetzt, darf jedoch stark angezweifelt werden.