Thomas Doll sollte ​Hannover 96 in der Rückrunde der letztjährigen Saison vor dem Abstieg in die 2. Liga retten. Das gelang nicht. Jetzt äußerte sich der ehemalige Übungsleiter der Niedersachsen mit deutlicher Kritik zur Trennung beider Parteien. 


Der Versuch Thomas Doll in Hannover als Feuerwehrmann zu installieren entpuppte sich letztlich als Fehlgriff. Die Bilanz des 53-Jährigen liest sich wie folgt: 15 Spiele als Cheftrainer, elf Niederlagen. Logische Folge: Der Abstieg in Liga Zwei. 


Gegenüber Spox und Goal äußerte Doll sich nun zu seinem Abscheid aus Hannover und übte deutliche Kritik an den Verantwortlichen. Gerade Jan Schlaudraff, der als Sportdirektor der 96er in diesem Jahr ebenfalls seinen Stuhl räumen musste, bekam kein gutes Zeugnis von Doll ausgestellt. 

Thomas Doll

Vermisste fehlenden Respekt: Thomas Doll kritisiert Jan Schlaudraff scharf


Er habe zwar durchaus Verständnis dafür, "dass man nach einem Abstieg einen Neuanfang machen will", hätte sich jedoch gewünscht von Jan Schlaudraff oder Präsident Martin Kind über die Entscheidung informiert zu werden: "Dass weder Jan Schlaudraff noch Martin Kind es auf die Reihe bekommen haben, sich bei mir zu melden und mich über meine Entlassung zu informieren, finde ich merkwürdig."


Doll habe von seiner Entlassung "sozusagen" durch die Medien erfahren. Gerade Jan Schlaudraff nimmt er den unpersönlichen Abschied übel: "Er war bei allen Mannschaftssitzungen und Trainingseinheiten dabei. Den Trainer dann nicht vernünftig zu verabschieden, zeigt mir, wie so manch einer in diesem Geschäft tickt." Insgesamt bewertet Doll seine Zeit in Hannover als, "ziemlich einzigartig - im negativen Sinne."