​Es herrschen erneut unruhige Zeiten beim ​Hamburger SV. Mit der Wahl von Marcell Jansen zum Aufsichtsratsvorsitzenden kehrte keine Ruhe ein, stattdessen gab es noch mehr Spekulationen und Gerüchte. Jansen wehrte sich nun gegen ein angebliches Misstrauen gegenüber Trainer Dieter Hecking.


Mit dem Rauswurf von Bernd Hoffmann als Vorstandsvorsitzender vor etwa einer Woche gab es eine neue Karussell-Fahrt beim Hamburger SV, was angebliche Machtspiele und Szenarien zu internen Abläufen betrifft. Auch die Personalie Marcell Jansen konnte die Situation noch nicht beruhigen. Der 34-Jährige ist jetzt ​der mächtige Mann beim HSV: Er ist Präsident des e.V. und zudem Chef im Kontrollgremium der AG. 


Jansen und Hecking "belächeln" mediale Gerüchte


Mit dieser noch größeren Verantwortung gingen direkt weitere sportliche Spekulationen einher. So berichtete die Sportbild von fehlender Überzeugung seitens Jansen für Trainer Dieter Hecking. Es habe lautstarke Kritik an dessen Arbeit auf der Tribüne gegeben, sodass über "ernsthafte Spannungen" spekuliert wurde. 


Gegenüber der dpa äußerte sich Jansen nun zu den Gerüchten, über die er "nur ungläubig den Kopf schütteln" könne (via Mopo): "Ich schätze Dieter Hecking sehr. Ich pflege zu ihm ein gutes, vertrauliches Verhältnis." Die Kritik, über die berichtet wurde, spielte er gekonnt runter. Wenn jedwede "Unmutsäußerung eines Vorstandes oder Aufsichtsrates bei Spielen einer Profimannschaft als Kritik am Trainer gewertet werden würde, gäbe es nach jedem Bundesligaspieltag etliche Krisensitzungen", erklärte der Ex-HSV-Profi. 


Dieter Hecking

Dieter Hecking ist beim HSV längst nicht unumstritten: Sein Vertrag läuft im Sommer aus



So haben Hecking und Jansen auch schon nach dessen Wahl zum Chef des Aufsichtsrates miteinander telefoniert. Auch über die in den Medien aufgekommenen Spekulationen habe man "schon miteinander gesprochen und gelächelt", so Jansen, der damit ​keine Zweifel an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit lassen möchte.


Sollte man das große Ziel des Aufstiegs noch im Sommer erreichen, würde sich Heckings Vertrag automatisch um ein Jahr verlängern. Ansonsten wird das Arbeitspapier - zum jetzigen Stand - auslaufen. Dann wird sich schon bald zeigen, wie viel Vertrauen die Vereinsführung, die mit Marcell Jansen nun ein neues Gesicht trägt, in den Trainer tatsächlich hat.