​Die seit längerem im Raum stehende Verpflichtung von ​Lautaro Martínez durch den ​FC Barcelona nimmt immer konkretere Formen an. Die italienische Fachzeitung Tuttosport veröffentlichte nun Details des Vertragsangebots der Katalanen. Es ist - wie man im filmischen Italien sagen würde - ein Angebot, das man nicht ablehnen kann.


Denn die Azulgrana gehen ziemlich in die Vollen, um den 22-jährigen Argentinier von einem Tapetenwechsel zu überzeugen. Bis zu sieben Spielzeiten (fünf fixe plus zwei optionale) und jeweils sieben Millionen Euro netto - das sind die Eckdaten der Offerte, die die Turiner Zeitung (via as.com) nun publik gemacht hat. 


Martinez' aktueller Klub Inter Mailand dürfte damit endgültig aus dem Rennen sein. Auch die Lombarden haben sich ziemlich zur Decke gestreckt, um ihren Torjäger zum Bleiben zu überreden. Immerhin vier Millionen Euro netto jährlich hätte Martínez bei den Norditalienern in den kommenden Jahren verdienen können. 


Messi würde Martínez gerne in Barcelona sehen


Doch Geld dürfte wohl nicht der allein ausschlaggebende Faktor gewesen sein. Inter Mailand ist sicherlich immer noch ein großer Name im europäischen Fußball, und unter Antonio Conte erleben die Nerazzurri zudem gerade so etwas wie eine Wiedergeburt nach einigen etwas chaotischen und sportlich bescheidenen Jahren. Doch im Vergleich zum FC Barcelona klafft dann doch noch eine gewisse Lücke. 

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Vor allem das inständige Werben einer der Ikonen des aktuellen Weltfußballs dürfte für Martínez am Ende den Ausschlag geben. Wenn einer wie Lionel Messi seinen Verein derart bekniet, seinen Landsmann nach Can Barça zu holen (was auch Martínez nicht entgangen sein dürfte), gibt es eigentlich nicht mehr viel zu überlegen. Zudem kann er sich in Spanien wieder in seiner Landessprache unterhalten. Und das Klima ist in Barcelona auch noch ein wenig angenehmer als in Mailand.


Doch noch müssen sich die beiden Vereine final einigen. Inter hat keinen Grund (Corona mal außen vorgelassen, was schwierig genug ist), von dem per Ausstiegsklausel fixierten Betrag von 111 Millionen Euro substanziell abzuweichen. Diese Option müsste spätestens bis Mitte Juli aktiviert werden. Barça wiederum wird bis zum Schluss versuchen, den Preis durch die Verrechnung mit Spielern zu drücken. 


Bislang fielen in diesem Zusammenhang die Namen von Ivan Rakitic, Ousmane Dembélé, Nelson Semedo, Alex Vidal oder Philippe Coutinho. Doch sogar ein Luis Suárez könnte noch in die Verhandlungsmasse einbezogen werden. Als dessen langfristiger Nachfolger beim FC Barcelona ist Lautaro Martínez ja auch schließlich eingeplant. 


Ein paar Wochen intensiver Verhandlungen zwischen den beiden Klubs werden somit sicherlich noch ins Land gehen.