Neun Mal wurde der FC Everton englischer Meister, der letzte große Wurf des Stadt-Rivalen des ​FC Liverpool liegt allerdings 33 Jahre zurück. Innerhalb des Klubs lebt angeblich der Traum, wieder an die Spitze zurückzukehren, weswegen man im Sommer mächtig investieren wolle. Laut unseren englischen Kollegen von 90min.com haben die Verantwortlichen unter anderem ein Auge auf Gareth Bale und Aaron Ramsey geworfen.


Während der Wettbewerbsunterbrechung belegen die Toffees mit 37 Punkten den 12. Tabellenplatz in der ​Premier League. Die Europapokalplätze sind sechs Punkte entfernt, bis zu einer Platzierung, die zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, sind es sogar elf Punkte. 


Von seinen ersten zwölf Spielen seit der Amtsübernahme im Dezember hat Carlo Ancelotti nur fünf gewonnen, hinzu kommen drei Remis und vier Niederlagen bei einem Torverhältnis von 17:18. Angeblich glaubt Klubbesitzer Farhad Moshiri trotzdem, dass Ancelotti - immerhin zweifacher Weltklubtrainer und dreifacher Champions-League-Sieger - der richtige Mann für die ambitionierte Mission ist. Auch besitze der Kern des Mannschaftskaders in seinen Augen viel Potenzial, jedoch müsse der Klub "sechs, sieben Top-Spieler" verpflichten, um künftig wieder zur Spitzenriege zu gehören. Im Zuge dessen sollen auch die Namen Gareth Bale und Aaron Ramsey im Raum stehen.


Bale und Ramsey: Zwei Edelreservisten für Everton?


Wie in jedem Jahr wird über einen Transfer von Bale spekuliert, der auch in dieser Saison keine tragende Rolle bei ​Real Madrid spielt und in 18 Pflichtspielen gerade einmal 1.160 Einsatzminuten verzeichnen konnte. Der 79-fache walisische Nationalspieler hatte in den vergangenen Monaten erneut mit Verletzungen zu kämpfen, sein Einfluss auf den Erfolg der Madrilenen hält sich in Anbetracht von drei Toren und zwei Vorlagen gering. Angeblich wolle Real ihn loswerden, womöglich sogar in Form eines Leih-Transfers ohne Leihgebühr. Ein Hindernis sei jedoch das Mega-Gehalt, das laut ​WELT angeblich bei 675.000 Euro pro Woche liegt.

Gareth Bale

   Vieler Gerüchte und einem geplatzten Wechsel nach China zum Trotz, sitzt Gareth Bale bis 2022 mit einem hoch dotierten Vertrag auf der Madrider Ersatzbank


Auch Ramsey soll bei seinem jetzigen Verein nicht glücklich sein. Der zentrale Mittelfeldspieler verließ den FC Arsenal im vergangenen Sommer ablösefrei und wechselte zu ​Juve​ntus Turin, kommt bei der Alten Dame aber nur auf 24 Pflichtspiele über 1.097 Minuten. Ramsey sei mit seiner Situation nicht zufrieden und wolle keine weitere Saison auf der Bank verbringen, der Klub habe seinen Beratern indes mitgeteilt, dass man ihm bei einem passenden Angebot keine Steine in den Weg legen werde. 


Realistisch klingt anders


Wirklich überzeugende Argumente können die Toffees aufgrund der sportlichen Situation aber nicht liefern. Es ist kaum vorstellbar, dass Bale und Ramsey zu einem Klub wechseln, der in der kommenden Saison nicht in der Champions League spielen wird. Außerdem bleiben auch die englischen Klubs nicht von der Corona-Krise verschont. Die hohen Gehälter dürften daher kaum zu stemmen sein.