Als Zeichen der Solidarität werden die Profis von ​Bayer Leverkusen und RB Leipzig auf Teile ihrer Gehälter verzichten. ​Mainz 05 hat derweil einen Maßnahmenkatalog entworfen, der bis zu 10 Millionen Euro einsparen soll.


Immer mehr Bundesligisten einigen sich auf eine Kürzung der Profi-Gehälter, um die Liquidität des Vereins und Arbeitsplätze zu sichern. Wie am heutigen Mittwoch bekannt wurde, zieht mit Leverkusen und Leipzig ein Spitzenduo nach.


"Wir haben das in den vergangenen beiden Wochen bereits abgestimmt und uns heute einstimmig darauf geeinigt. Die Mannschaft ist gerne bereit, auf Teile des Gehalts zu verzichten, um den Verein in dessen Bemühungen zur wirtschaftlichen Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen", erklärte Lars Bender auf der Leverkusener Vereinswebsite

Die Mannschaft wolle ihren Teil dazu beitragen, "dass sich kein Mitarbeiter sorgen muss und die Dinge hier bei Bayer 04 vernünftig und verlässlich weiterlaufen. Das ist uns ein Anliegen, und das machen wir gerne." Laut Rudi Völler werden auch "der komplette Trainerstab, die Geschäftsführung und das Management" freiwillig Abstriche bei ihrer monatlichen Vergütung machen. 


RB verzichtet auf zweistelligen Prozentsatz


Herbstmeister Leipzig verkündete indes, dass die Lizenzspieler auf einen zweistelligen Prozentsatz verzichten werden. "Viele Menschen verlieren in diesen Tagen ihre Jobs oder müssen in Kurzarbeit. Dass das bei RB Leipzig bislang nicht notwendig ist, freut uns als Team natürlich und wir wollen mit dem Verzicht auch dazu beitragen, dass das möglichst so bleibt", wird Kapitän Willi Orban auf der ​Vereinswebsite zitiert. Zuvor startete der Verein die Kampagne #WirAlle, im Rahmen derer 100.000 Euro an soziale Einrichtungen gehen. 


Mainz wird "komplett auf links" gekrempelt


Anders als Bayer und RB wird der FSV Mainz 05 härter von der anhaltenden Corona-Krise getroffen. Bereits vor über zwei Wochen bestätigte Sportchef Rouven Schröder den ​Gehaltsverzicht der Manns​chaft und von weiteren Vereinsmitarbeitern, zum Monatswechsel greifen zusätzliche Maßnahmen. So werden "alle nicht nötigen oder verpflichtenden Ausgaben in den noch offenen Budgets" gestoppt, neben den Gehaltseinsparungen bei den Spielern sowie dem Trainerstab, der Sportlichen Leitung und in den kaufmännischen Führungsebenen fallen auch die Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Aufsichtsratsmitglieder weg. Zudem gehen "etwa drei Viertel der Festangestellten in allen Bereichen in Kurzarbeit" (via mainz05.de).


Man müsse "den Verein komplett auf links krempeln", um sich für "potenzielle Einnahmeausfälle der laufenden Saison" zu rüsten, sagte Vereins- und Vorstandsvorsitzender Stefan Hofmann. Aufgrund des Einsparpotenzials von 10 Millionen Euro ist der 56-Jährige optimistisch: "Die entscheidende Botschaft ist: Wir können die Krise in der laufenden Saison gemeinsam durchstehen. Die Einschnitte sind schmerzhaft und ein echter Stresstest für uns, aber die Maßnahmen helfen dem Verein enorm."