​Claudio Pizarro ist DAS Aushängeschild des ​SV Werder Bremen. Doch hat der mittlerweile 41-Jährige (!) auch eine Vergangenheit als Bayern-Spieler. Und nach München werden ihn seine Wege nach Beendigung seiner aktiven Karriere nun auch wieder verschlagen. Beim Rekordmeister soll er - neben anderen Vereinsgrößen wie Bixente Lizarazu oder Giovane Elber - künftig als Markenbotschafter fungieren.


​Wenn Claudio Pizarro lächelt, geht überall die Sonne auf. Das sage ich als HSV-Fan. Der peruanische Sympath hat nur leider immer für die "falschen" Farben gespielt. Doch von diesem "Makel" abgesehen wäre er auch mein Idealbild eines Vereinsrepräsentanten. Sportlich über jeden Zweifel erhaben, selbst noch in hohem Alter (ich denke an das Pokal-Achtelfinale beim BVB in der letzten Saison), bringt der Stürmer alles mit, um Leute hinter sich zu bringen. 


Verhindert Corona einen würdigen Pizarro-Abschied aus Bremen?


Das Bremer Publikum rastet immer noch regelmäßig aus, wenn seine Einwechslung (als Senior ist er mittlerweile "nur" noch Teilzeitarbeiter bei den Grün-Weißen) ansteht. Um so trauriger gestaltet sich nun das Ende seiner sportlichen Laufbahn. Vielleicht wird der Bremer Liebling kein einziges Spiel mehr vor Publikum austragen. Und auch aus einer von den Bremer Verantwortlichen angestrebten neuen Hauptrolle als Werder-Botschafter wird nichts werden - denn "Pizza" hat sich entschieden - und wird künftig als ein weiteres Gesicht des bayrischen Rekordmeisters operieren.


Was Werder-Manager Frank Baumann aber nicht davon abhält, den Südamerikaner weiterhin in die Planspiele des Klubs von der Weser einzubeziehen: "Claudio wird aufgrund seiner Vergangenheit immer eine Verbindung zu Werder haben - egal, ob er nach seiner Karriere vertraglich bei uns gebunden ist oder nicht", so Baumann gegenüber der Sportbild.


Teilen sich Bayern und Werder Pizarro als Imageträger?


Dieses "egal" füllt Baumann sogar mit Leben. Denn auch nach Pizarros Absage an die Bremer Planspiele, soll der Peruaner weiterhin, zumindest ab und zu, für Werder die Werbe- und Image-Trommel rühren. Nach dem Motto: lieber ein mit Bayern geteilter Pizarro als gar keiner. Und wenn denn die Münchener mitspielen, wird wohl auch Pizarro nichts dagegen einzuwenden haben. Seinen Lebensmittelpunkt wird er jedoch vorläufig vom hohen Norden der Republik in den tiefen Süden des Landes verlagern. Doch in Bremen wissen sie auch: wenn sie ihn brauchen und rufen, wird er kommen. Ganz so wie es sich für eine Vereinslegende gehört.