Es gibt Spieler, die sind unterbewertet. Und es gibt Spieler, bei denen es genau umgekehrt ist und man sich fragt, was sie bei einem bestimmten Klub machen. Ein Blick auf diese 10 Spieler, die für Vereine spielen, die viel zu groß für sie sind.


Eric-Maxim Choupo-Moting (Paris Saint-Germain)

Eric Maxim Choupo-Moting

Zu seinen Bundesliga-Zeiten war Eric-Maxim Choupo-Moting ein ordentlicher Angreifer. Einer, den man als Mittelklasse-Klub (eventuell mit leichten europäischen Ambitionen) ganz gut gebrauchen kann. Nach seiner Zeit in Deutschland zog es den kamerunischen Nationalspieler zu Stoke City, was ebenfalls so seine Kragenweite war.


Doch dann passierte es: Paris Saint-Germain schnappte sich den ehemaligen Schalker im Sommer 2018! Seit mehr als eineinhalb Jahren kickt Choupo-Moting nun also schon mit Kylian Mbappe, Neymar und Marco Verratti. Wie er zu dieser Ehre gekommen ist, wird nicht mal er selbst wissen.


Guido Burgstaller (FC Schalke)

German DFB Pokal"FC Schalke 04 v Bayern Munchen"

Vorab: An der Einstellung und Einsatzbereitschaft von Guido Burgstaller gibt es nichts zu meckern! In dieser Hinsicht ist der Ösi ein Vollprofi. Doch für einen Klub wie Schalke, der ins internationale Geschäft will, sollte es eigentlich nicht ausreichen, "nur" viel laufen zu können. 


Die Torgefahr, die ein Stürmer bei einem Kaliber wie dem ​FC Schalke haben sollte, geht Burgstaller komplett ab. 


Mattia De Sciglio (Juventus Turin)

Mattia De Sciglio

In ganz jungen Jahren galt Mattia De Sciglio beim AC Mailand als "neuer Paolo Maldini". Ganz schön große Vorschusslorbeeren, denen der Italiener in den nachfolgenden Jahren nicht ansatzweise gerecht wurde.


Offensiv strahlt der Außenverteidiger null Gefahr aus, defensiv hat er eklatante Schwächen im Zweikampfverhalten und Stellungsspiel. Und das bei einem Weltverein wie ​Juventus Turin...


Adrian (FC Liverpool)

Adrián

Manche Klubs haben einen so guten Ersatzkeeper, dass man sich keine Sorgen machen muss, wenn der Stammtorwart mal ausfällt. Und dann gibt es den ​FC Liverpool, amtierender CL-Sieger und quasi neuer Premier-League-Meister, der Adrian in seinen Reihen hat.


In der laufenden Saison hat sich der Spanier bei seinen wenigen Einsätzen so viele Böcke geleistet wie man es sonst nur von Tomislav Piplica gewohnt war.


Jesse Lingard (Manchester United)

Jesse Lingard

Stell dir vor, du bist Spielmacher bei einem so großen Klub wie ​Manchester United. Stell dir vor, du wurdest vor zwei, drei Jahren als riesiges Talent gehandelt. Stell dir vor, du hast einen hoch dotierten Vertrag in der Tasche. Und dann stell dir vor, dass du in 20 Premier-League-Einsätzen in dieser Saison keinen einzigen Scorerpunkt verbuchen kannst.


Jesse Lingard, meine Damen und Herren.


Martin Braithwaite (FC Barcelona)

Martin Braithwaite

Nach den schweren Verletzungen von Luis Suarez und Ousmane Dembélé schnappte der FC Barcelona dank einer Sondergenehmigung außerhalb des Transferfensters bei Martin Braithwaite zu. Mit 28 Jahren ist der Däne längst kein Talent mehr, groß aufmerksam hat er während seiner Laufbahn nicht auf sich machen können.


Sein Transfer fällt wohl unter die Kategorie 'panic buy'.


Mariano Diaz (Real Madrid)

Mariano Diaz

Real Madrid ist seit eh und je dafür bekannt, die besten, teuersten und schillerndsten Offensivkräfte in seinen Reihen zu haben. Und dann gibt es auch noch Mariano Diaz, der bereits das achte Jahr das Real-Trikot trägt. Eine ganz schöne lange Zeit - sportlich rechtfertigen konnte er das nicht.


Jann-Fiete Arp (FC Bayern München)

Jann-Fiete Arp

Jann-Fiete Arp gilt allgemein als großes Talent. Doch nüchtern betrachtet hat der Angreifer noch nicht allzu viel gezeigt. Für den HSV kam er auf zwei Treffer (in 18 Spielen) in der Bundesliga sowie auf einen Treffer (in 17 Spielen) in der 2. Liga. Und jetzt vergleicht das mal mit den Statistiken eines Jadon Sancho oder Erling Haaland. Die übrigens "nur" bei Deutschlands Nummer zwei spielen.


Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund)

Mahmoud Dahoud

Zwischen Borussia Dortmund und Mahmoud Dahoud will es einfach nicht funktionieren. Der Deutsch-Syrer kam als hochveranlagter Mittelfeldspieler zum ​BVB, doch wenn er in den letzten Monaten mal spielen durfte, lief er wie Falschgeld über den Platz. In dieser Form ist er schlichtweg nicht gut genug für die Schwarz-Gelben.


Hakan Calhanoglu (AC Mailand)

Hakan Calhanoglu

Der AC Mailand dümpelt seit Jahren im oberen Tabellenmittelfeld herum und schafft es einfach nicht, an seine glorreichen Zeiten anzuknüpfen. Warum das so ist, verdeutlicht das Beispiel Hakan Calhanoglu.


Der ehemalige Bundesligaprofi ist einer der schwächsten Akteure im Milan-Kader. Pro Saison liefert er vielleicht zwei oder drei ordentliche Spiele ab. Beim Großteil der Fans ist er längst unten durch. Dennoch steht er in nahezu jedem Spiel in der Startelf und trägt die legendäre Rückennummer zehn, die vor ihm Größen wie Rui Costa, Clarence Seedorf und Daniele Massaro getragen haben.