Die Corona-Krise betrifft sämtliche Fußballklubs. Zwar durchaus in unterschiedlichem Maße, aber im Kern doch alle. ​Auch ein superreicher Klub wie​ Juventus Turin muss sich was einfallen lassen, um den Status Quo aufrechtzuerhalten. Im schlimmsten Fall droht dem italienischen Rekordmeister sogar der Weggang ihres alles überragenden Superstars ​Cristiano Ronaldo.


Denn Il Messaggero hat mal ein wenig die Zahlen der Alten Dame überprüft - und kommt zu dem wenig überraschenden Schluss, dass es in diesen Dimensionen - bei anhaltender Krise - nur schwerlich weitergehen kann.


Aktuell bezieht der portugiesische Crack ein Jahressalär von 31 Millionen Euro jährlich - netto. Den Klub kostet das (brutto) satte 54 Millionen. Selbst die Gehaltskürzung, zu der der 31-Jährige bereit wäre (3,8 Millonen weniger) würde die Kassen der Norditaliener nur bedingt entlasten. 


Drei mögliche Szenarien


In der Konsequenz skizziert die Tageszeitung schon entsprechend die möglichen Zukunftsszenarien. Drei Varianten seien demnach denkbar. 


Die erste: der Spieler wechselt noch vor Ablauf seines Vertrages (bis 2022) den Verein. Die Frage, die sich gleich im Anschluss stellt, zielt natürlich auf mögliche Abnehmer für den Schwerverdiener ab. Denn für ein empfindlich geringeres Gehalt  wird der Portugiese wohl kaum die Tapeten wechseln wollen. Zudem gab es schon vor Corona nicht viele Klubs, die sich mit der Personalie CR7 ernsthafterweise beschäftigen konnten. Und wie diese Handvoll Vereine durch die Corona-Krise kommt, steht zur Zeit in den Sternen. Juventus würde jedenfalls - Corona hin oder her - eine Ablöseforderung von mindestens 70 Millionen Euro in den Raum stellen. 

In der aktuellen Situation erscheint es deshalb eher unwahrscheinlich, dass der Portugiese den Klub verlässt.


Bleiben somit noch zwei Szenarien, die beide mit einem Verbleib des Spielers im Piemont verknüpft sind: Variante 2a wäre demnach, dass Cristiano Ronaldo seinen Vertrag bis 2022 erfüllt - und dann wechselt. Oder aber - Variante 2b - er verlängert in den kommenden zwölf bis fünfzehn Monaten um ein weiteres Jahr. 


Es wäre reine Kaffeesatzleserei, sich hier auf eine der Optionen festzulegen. Vielmehr gilt in diesen Zeiten, was für alle, also auch für uns Normalsterbliche, gilt: Krise abwarten und danach sehen, wie und in welchem Umfang aufgeräumt werden kann. Von daher ist zur Zeit die Variante 2a, sprich die Zementierung des Ist-Zustandes, die logischste und wahrscheinlichste von allen.