​Bleibt Nationalspieler Timo Werner ​RB Leipzig über den Sommer hinaus erhalten? Für Sportdirektor Markus Krösche ist dieses Szenario durchaus denkbar. In einem Interview erklärte der Funktionär, dass es für den 24-jährigen Angreifer noch keine konkreten Anfragen gegeben hat.


Das Coronavirus hat die europäische Fußballwelt, ​mit Ausnahme von Weißrussland, weiterhin fest im Griff. Bislang ist noch nicht abzusehen, wie hoch die finanziellen Einbußen der europäischen Klubs ausfallen werden. Von vielen Verantwortlichen ist jedoch bereits prophezeit worden, dass die Ablösesummen im nächsten Transferfenster aufgrund fehlender Einnahmen spürbar niedriger ausfallen werden. 


Krösche: "Der Transfermarkt wird sich verändern"


Auch Markus Krösche vertritt diese Auffassung. "Der Transfermarkt wird sich verändern, auch nachhaltig. Die ganz großen Summen werden nicht mehr möglich sein", sagte der 39-Jährige gegenüber der Bild-Zeitung. "Für die Topspieler werden immer gewisse Beträge gelten. Aber für die durchschnittlichen Spieler werden sich die Zahlen verändern, was die Ablösen und Gehälter angeht."

UEFA Champions League"Red Bull Leipzig v Tottenham Hotspur FC"

Galt bereits im vergangenen Sommer als heißer Wechselkandidat: Timo Werner



Für die ​Roten Bullen könnte der Preisverfall auf dem Transfermarkt auch positive Folgen haben. Werner, der im vergangenen August seinen Vertrag bis 2023 verlängert hat, besitzt eine Ausstiegsklausel, die erfolgsabhängig zwischen 55 und 60 Millionen Euro liegen soll. Unter normalen Umständen wäre der Nationalspieler im Sommer wohl nicht mehr zu halten gewesen. Der Angreifer liebäugelte mit einem Wechsel nach England oder Spanien.


Aufgrund der Corona-Pandemie müssen allerdings auch die potenziellen Interessenten, allen voran der ​FC Liverpool, den Gürtel deutlich enger schnallen, weshalb der Ex-Stuttgarter den Roten Bullen noch eine Saison erhalten bleiben könnte. 


"Es hängt viel davon ab, wie sich der Transfermarkt entwickelt und ob die Ligen alle ihre Meisterschaften zu Ende spielen können", sagte Krösche. "Es gibt bisher keine Anfragen für ihn. Also gehe ich davon aus, dass er nächstes Jahr bei uns ist."