​Bernd Hoffman musste am vergangenen Samstag bereits zum zweiten  Mal seinen Hut beim ​HSV nehmen. Wie die BILD berichtet sind daran besonders Hoffmanns Alleingänge Schuld - und eine Geburtstagsparty. Zu oft habe er ohne Rücksprache mit seinen Kollegen wichtige Dinge bearbeitet, die außerhalb seinen Zuständigkeitsgebietes lagen - der ​Rauswurf als Quittung für Hoffmanns Egotrips.


Wieder einmal viel los beim Hamburger SV - während der Corona-Pause spitzte sich der andauernde Konflikt in der Führungsetage immer weiter zu, bis zu dem Punkt, als die Auflösung der Führungskonstellation die einzig verbliebene Möglichkeit war.


Vorstand und Aufsichtsrat sahen in Bernd Hoffmann den Unruheherd und trennten sich vom Vorstandsvorsitzenden trotz Vertrags bis 2021 vorzeitig. ​Marcell Jansen, Präsident des HSV e.V., übernimmt die Position von Max-Arnold Köttgen, Jonas Boldt und Frank Wettstein übernehmen bis auf Weiteres Hoffmann Aufgaben.


Anhaltende Diskrepanzen zerstörten das Vertrauen


Berichten der BILD zufolge sei es Bernd Hoffmann gewesen, der sich ohne Rücksprache mit seinem Gremium in vereinsinterne Angelegenheiten einmischte. Als Beispiel werden Vertrags- und Transferverhandlungen mit Dieter Hecking, ​Douglas Santos und Robert Bozenik genannt.

Dabei sei Hoffmann gewesen, der bemüht war, seine Ansichten und Vorstellungen, ohne Rücksprache mit Jonas Boldt und Frank Wettstein, durchzusetzen. Gift für eine gesunde Führungsstruktur, da Hoffmann seinen Kollegen in keinem dieser Bereiche weisungsbefugt war - Hoffmann mischte sich in die Aufgabenbereiche seiner Kollegen ein.


Geburtstagsparty brachte das Fass zum Überlaufen


​Wie nun rauskommt, sei eine Geburtstagsparty der finale Eskalationsgrund gewesen. 

Genauer gesagt handelt es sich bei der genannten Party um die Geburtstagsfeier des inzwischen zurückgetretenen Aufsichtsrats-Boss Max-Arnold Köttgen, der die gesamte Führungsetage zu seinem 62. Ehrentag einlud.

Max-Arnold Koettgen,Bernd Hoffmann


Was nach dieser Party passierte zerrüttete das Verhältnis und Vertrauen endgültig. In der BILD wird berichtet, dass Hoffmann sich kurz nach der besagten Party mit Investor Klaus-Michael Kühne traf, um über die Namensrechte für das Stadion zu verhandeln. Wettstein und Boldt erfuhren von diesem Treffen erst nachdem es abgehalten wurde - der endgültige Vertrauensbruch.


Auf Basis dieser Gegebenheiten war eine konstruktive Zusammenarbeit beim HSV unmöglich - die Trennung von Bernd Hoffmann als logische Konsequenz, um die Saison - falls sie beednet würde - doch noch ruhig und im Optimalfall mit dem Aufstieg abschließen zu können. Ohne eine dem Gemeinwohl zugeschnittene Zusammenarbeit kann ein erfolgreiches Unternehmen nicht funktionieren.


Unruhe zog sich durch gesamte Geschäftsstelle​


Die BILD führt die Unruhen im Verein sogar noch weiter. Sogar von Angst sei in der Geschäftsstelle die Rede gewesen. Die Mitarbeiter der Rothosen seien von Hoffmann eingeschüchtert gewesen.


Bernd Hoffmanns Kontakt beim HSV läuft ursprünglich noch bis in as Jahr 2021. Allerdings ​verbirgt sich im Arbeitspapier des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden eine Klausel, die den ehemaligen Mitarbeiter frühzeitig von der Gehaltsliste streichen würde. Wenn der HSV den Aufstieg in dieser Saison verpassen würde, wäre eine vorzeitige Auflösung des Vertrags am 30. Juni 2020 möglich. 


Aufgrund der aktuellen Situation in der Bundesrepublik und speziell im deutschen Fußball bleibt allerdings ungewiss, was in Zukunft passieren wird.