​Dass hochbezahlte Fußballstars ihre Freizeit auch durchaus mit anderen Dingen als ihrem Sport zu füllen wissen, hat jetzt ​Marc-André ter Stegen in einem bemerkenswerten Interview gegenüber El País kundgetan.


Mit erfrischender Ehrlichkeit sagte der Keeper des ​FC Barcelona der seriösen Tageszeitung: "Die Leute lachen, wenn ich ihnen sage, dass ich keine Ahnung von Fußball habe. Ich sehe nicht viel Fußball. Manchmal fragen sie mich nach dem Namen eines Spielers, und ich habe keine Ahnung." 


Ein Fußballer, der kaum Fußballspiele verfolgt


Wobei: das mit "keine Ahnung" ist dann auch wieder relativ. Denn wenn es drauf ankommt, weiß er meistens schon, wen er da auf dem Spielfeld vor sich hat. "Ich weiß nicht, wie die Spieler heißen. Aber später, wenn sie mir das Video zeigen, merke ich, dass ich genau weiß, wer der Spieler ist. Ich erinnere mich besser daran, wie sie sich auf dem Spielfeld bewegen, wie sie schießen oder wie sie sich in Position bringen, als an den Namen des Spielers. Es ist ein bisschen seltsam. Das passiert mir, wenn wir die Gegner analysieren", sagt der Nationaltorhüter - und bestätigt damit eigentlich nur den Eindruck, den die meisten von ihm schon seit lange haben: nämlich den eines Spielers, der sich in seiner Arbeit auf das Wesentlich zu konzentrieren vermag. 


Der Grund für ter Stegens fehlende Kenntnisse der Namen der meisten seiner Berufskollegen ist übrigens denkbar einfach: "Ich schaue privat nicht viel Fußball. Eigentlich nur die Spitzenspiele, oder Partien, in denen Freunde von mir mitwirken."