Eine vorzeitige Rückkehr zum ​FC Barcelona lehnte Xavi ab. In einigen Jahren kann sich der frühere Mittelfeldspieler vorstellen, auf der Trainerbank seines Herzensvereins Platz zu nehmen, die Voraussetzungen dafür sind aber hoch.


Nach der Entlassung von Ernesto Valverde wurden Gespräche zwischen dem 40-Jährigen und Barça-Sportdirektor Eric Abidal publik, doch Xavi entschied sich für einen Verbleib beim Al Sadd Sports Club, den er zu Saisonbeginn übernahm. Stattdessen heuerte Quique Setien an, der in einigen Jahren von Xavi abgelöst werden könnte. "Es ist klar, dass ich zu Barça zurückkehren will. Ich freue mich darauf. Ich denke, ich kann den Spielern Dinge beibringen", sagte er im Interview mit der katalanischen Tageszeitung La Vanguardia.


Allerdings wolle er auf der Bank mit Leuten arbeiten, denen er vertrauen kann. "Ich würde gerne mit Leuten zusammenarbeiten, von denen ich überzeugt bin, bei denen ich Loyalität spüre und die sehr ehrliche Menschen sind." In der Kabine dürfe es keine Negativität geben, alle sollen an einem Strang ziehen: "Ich will nicht alleine entscheiden. Hier treffen wir Entscheidungen mit dem Staff. Allerdings gehört mir das letzte Wort." Deshalb wolle er einen eigenen Trainerstab mitbringen: "Alles muss passen. Ich würde gerne mit Leuten aus meinem Umfeld kommen, um ein gutes Team zu formen."


Xavi bemängelt fehlende Führungsspieler

Auch hat Xavi bereits klare Vorstellungen in der Kaderplanung, die in den vergangenen Monaten häufig kritisiert wurde. "Ein Großteil der Mannschaft ist herausragend", schwärmt er, "Jordi Alba ist der beste Linksverteidiger, Pique der beste Innenverteidiger, Busquets der beste defensive Mittelfeldspieler und Messi der beste Spieler der Welt." Hinzu kommen Spieler wie Arthur oder Frenkie de Jong, die "mehr als zehn Jahre bei Barça verbringen könnten." 


Jedoch mangele es innerhalb der Mannschaft an Charakteren. "Die Basis ist sehr gut. Ich würde Typen verpflichten, wie Neymar. Ich weiß nicht, ob er zwischenmenschlich passen würde, fußballerisch wäre er ohne Zweifel ein spektakulärer Transfer." Anders als ​Bayern München habe Barça einen Mangel an Führungsspielern. "Sie brauchen nicht viele Neuzugänge", schlussfolgert Xavi im Vergleich mit den Münchnern, deren Führungsriege unter anderem aus Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski besteht.