Etwas mehr als 195 Millionen Euro haben die Bundesligisten im Winter-Transferfenster für neue Spieler ausgegeben. Die Neuzugänge konnten ihre Qualitäten wegen der aktuellen Spielpause noch nicht allzu oft unter Beweis stellen, einige von ihnen haben aber zumindest einen guten Start hingelegt. Die folgende Liste beinhaltet die zehn besten Winter-Transfers.


Platz 10: Dani Olmo

Dani Olmo

Schon im Sommer wollte Dani Olmo weg aus Zagreb, der Wunsch des jungen Spaniers erfüllte sich aber erst im Januar. Für 20 Millionen Euro wechselte der U21-Europameister zu ​RB Leipzig, die Sachsen sollen unter anderem den FC Barcelona und Bayern München ausgestochen haben.


Olmo ist ein flexibler Offensivspieler, benötigt unter Julian Nagelsmann aber noch etwas Anlaufzeit. Erst fünf Mal kam er zum Zug, auf dem Papier stehen ein Tor und ein Assist in 233 Einsatzminuten. Mit der Zeit dürfte aber mehr zu erwarten sein, weshalb dieser Transfer nicht der Schlechteste war.


Platz 9: Elvis Rexhbecaj

Elvis Rexhbecaj

Elvis Rexhbecaj wechselte innerhalb der ​Bundesliga. Der Mittelfeldspieler des VfL Wolfsburg schloss sich bis Saisonende dem 1. FC Köln an, der unter Markus Gisdol einen klaren Aufschwung erlebt.


Für den FC kam Rexhbecaj vier Mal zum Einsatz, in den Bundesligaspielen gegen Hertha BSC (5:0) und Schalke 04 (4:0) durfte er jeweils über 90 Minuten spielen. Dabei gelangen ihm auch seine bisherigen beiden Torvorlagen. Zwar muss sich Rexhbecaj hinter Jonas Hector und Ellyes Skhiri anstellen, dahinter ist er aber stets ein Ass im Ärmel.


Platz 8: Jean-Clair Todibo

Jean-Claire Todibo

Obwohl das Leihgeschäft von Juan Miranda nicht fruchtet, einigten sich die Verantwortlichen des FC Barcelona und ​Schalke 04 auf einen Transfer von Jean-Clair Todibo. Ähnlich wie Miranda soll der Franzose Spielpraxis sammeln, darüber hinaus besitzt S04 im Sommer eine Kaufoption über 25 Millionen Euro.


Da aufgrund der Verletzungen von Benjamin Stambouli, Salif Sané und Ozan Kabak absoluter Notstand in der Abwehr herrscht, stand Todibo in sieben von zehn Pflichtspielen auf dem Platz. An der Seite von Matija Nastasic und Timo Becker hat er sich als guter Abwehrspieler entpuppt, der zwar nur geringe Aussichten auf einen Stammplatz hat, wenn Stambouli, Sané und Kabak wieder zurückkehren; aber in der bisherigen Konstellation war er ein großer Rückhalt für Trainer David Wagner.


Platz 7: Valon Berisha

Valon Berisha

Bis zum Ende der laufenden Saison spielt Valon Berisha für Fortuna Düsseldorf, im Anschluss besitzt der Bundesligist eine Kaufoption über sieben Millionen Euro für den Mittelfeldspieler von Lazio Rom.


Unter Uwe Rösler ist Berisha gesetzt. Der 27-Jährige besitzt Führungsqualitäten, geht auf dem Feld voran und ist ein Grund dafür, dass die Mannschaft deutlich stabiler als in der Hinrunde steht. "Wir sind Schritt für Schritt besser zusammengekommen. Ich glaube auch, unsere Leistungen waren gar nicht so schlecht", wurde Berisha vor einem Monat vom Express zitiert.


Platz 6: Matheus Cunha

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Weil er bei RB Leipzig nur noch Stürmer Nummer vier war, schloss sich Matheus Cunha im Winter Hertha BSC an. Der Hauptstadtklub befindet sich noch immer im unteren Tabellendrittel, kämpft um den Klassenerhalt und spielt wahrlich keinen guten Fußball - aber die individuellen Leistungen von Cunha stimmen.


Der Brasilianer steht als Einziger für spielerische Elemente, erzielte in vier Partien zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Gegen Düsseldorf (3:3) und Bremen (2:2) hatte Cunha einen großen Anteil daran, dass die Hertha wenigstens mit einem Punkt vom Platz ging.


Platz 5: Emre Can

Emre Can

Mit Emre Can wollte ​Borussia Dortmund eigentlich in der Abwehr nachrüsten, mittlerweile ist der deutsche Nationalspieler aber im zentralen Mittelfeld eingeplant. An der Seite von Axel Witsel überzeugt Can mit viel Einsatz und Leidenschaft im Spiel gegen den Ball, gleichzeitig setzt er aber auch viele Akzente nach vorne. 


Dank seiner Verpflichtung hat die Mannschaft an Stabilität dazugewonnen. In allen fünf Bundesligaspielen, in denen er auf dem Platz stand, kassierte Schwarz-Gelb zwar vier Gegentore, aber seit vier Bundesligaspielen steht die Null. 


Platz 4: Angelino

UEFA Champions League"Red Bull Leipzig v Tottenham Hotspur FC"

Aufgrund der dünnen Personaldecke in der Abwehr verstärkte sich Leipzig mit Angelino. Der Linksverteidiger war bei Manchester City außen vor, blüht unter Julian Nagelsmann dafür aber umso mehr auf.


In der Dreierkette treibt Angelino die Offensive das gesamte Spiel über an, viele der Leipziger Angriffe laufen mittlerweile über ihn. Neben seinen scharfen Hereingaben verfügt er auch über einen gefährlichen Abschluss. Schon jetzt ist klar, dass RB Angelino halten will; die im Leihvertrag festgeschriebene Kaufoption macht's möglich.


Platz 3: Mark Uth

Mark Uth

Das Kapitel Schalke 04 ist für Mark Uth vorerst vorbei. Der Angreifer kehrte zu seinem Heimatverein aus Köln zurück und dreht unter Markus Gisdol, mit dem er bereits in Hoffenheim zusammengearbeitet hat, mächtig auf.


Hinter der Doppelspitze fühlt er sich pudelwohl. In allen sieben Bundesligaspielen gelang ihm mindestens eine Torbeteiligung, derzeit steht Uth bei vier Toren und vier Vorlagen in sieben Einsätzen. Seine Leistungen tragen einen großen Teil am Kölner Aufschwung bei, der FC belegt mit zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge den 10. Tabellenplatz.


Platz 2: Edmond Tapsoba

Edmond Tapsoba

Das aggressive Spielsystem von Leverkusens Trainer Peter Bosz benötigt allen voran eine stabile Defensive. Die war in den ersten zwölf Monaten seiner Amtszeit nicht immer gegeben, weshalb Edmond Tapsoba für 18 Millionen Euro von Vitoria Guimaraes verpflichtet wurde.


Mit Tapsoba auf dem Platz gewann ​Leverkusen acht von neun Pflichtspielen, bei der einzigen Niederlage (1:2 gegen 1899 Hoffenheim) stand er noch nicht im Kader. Der 1,92 Meter große Innenverteidiger aus Burkina Faso fügte sich nahtlos in die Abwehr ein, hat sowohl in der Dreier- als auch in der Viererkette einen Stammplatz sicher und lässt keinen Zweifel daran, dass er sich mittelfristig zu einem der besten Abwehrspieler der Bundesliga entwickeln wird. 


Platz 1: Erling Haaland

Erling Haaland

Mit vielen Toren für Red Bull Salzburg hat sich Erling Haaland in den Fokus sämtlicher Top-Vereine geschossen, den Zuschlag erhielt Borussia Dortmund. Der BVB sicherte sich den Norweger für 20 Millionen Euro - und schon nach den ersten Wochen hat sich der Transfer sportlich und wirtschaftlich ausgezahlt.


Bei seinem Debüt erzielte Haaland einen Hattrick, insgesamt stehen nach elf Pflichtspielen zwölf Treffer zu Buche. Ohne Probleme hat er den Sprung von Salzburg nach Dortmund gemeistert; gepaart mit den verhältnismäßig geringen Kosten ist er zweifelsohne der beste Transfer des Winters.