Aktuell können sich die Bund​esligisten nur bedingt auf die restlichen Saisonspiele vorbereiten. Für einige Klubs werden die Duelle bis zur Sommerpause allerdings noch einmal enorm entscheidend. 90min zeigt euch, welche Teams die besten Karten im Kampf um die europäischen Plätze haben, sollte der Ball bald wieder rollen.


Bayern München, Borussia Dortmund & RB Leipzig

Lukas Klostermann,Serge Gnabry

Das Trio an der Tabellenspitze muss sich wohl keine Gedanken mehr darüber machen, in welchem Wettbewerb sie in der kommenden Saison antreten. Unter ​München​Dortmund und ​Leipzig entscheidet sich schon eher der Meister dieser geschichtsträchtigen Saison. Sollte einer dieser Klubs nicht komplett in ein Loch fallen, ist ihnen die ​Champions League nicht mehr zu nehmen.


Borussia Mönchengladbach

Breel Embolo


Für ​Gladbach war es am wichtigsten, die vergeigte Rückrunde aus der Vorsaison nicht noch einmal zu wiederholen. Dies ist den Fohlen gelungen; die Borussia ist weiterhin stabil. Allerdings haben die Rheinländer den vierten Rang nur noch mit zwei Punkten Vorsprung inne. Viele Punktverluste darf sich Gladbach also nicht leisten.


Hoffnung macht dagegen der Kader. Für den angepeilten Start in den Saisonendspurt sind alle Stammspieler einsatzbereit und ausgeruht. In den ersten Wochen dieser Spielzeit zeigte die Elf von Marco Rose bereits, wie gefährlich sie in diesem Zustand sein kann. Auch bietet das Restprogramm nur noch vereinzelte Hürden. 


Bayer Leverkusen

Paulinho

Der ärgste Konkurrent um den Platz in der Königsklasse ist ​Bayer Leverkusen. Für die Werkself kommt die Zwangspause zu einem schlechten Zeitpunkt, denn die Mannschaft spielte sich zuletzt in einen Rausch. In der Liga holte Bayer 13 Punkte aus fünf Spielen und glänzte dabei in allen Mannschaftsteilen.


Wegweisend wird das direkte Duell mit der Borussia aus Gladbach. Gelingt dort ebenfalls ein Sieg, kann Leverkusen womöglich erneut mit der Champions League planen. Wichtig könnte eine Rückkehr von Top-Torjäger Kevin Volland werden, dem eigentlich schon das sichere Saisonaus prognostiziert wurde.


FC Schalke 04

Weston McKennie

Die ​Schalker profitieren schon eher von den fußballfreien Wochen. In der Rückrunde wirkte die Mannschaft etwas satt, litt zudem enorm unter Verletzungspech und verspielte einen wichtigen Puffer im Kampf um die Europa League. Erst sieben Zähler sammelten die Königsblauen überhaupt seit dem Winter.


Dafür kann sich die Mannschaft nun neu aufstellen. Trainer David Wagner wird mit seinem Team an den vielen Baustellen arbeiten. Darüber hinaus wird sich die Personalsituation speziell in der angeschlagenen Defensive deutlich verbessern. Mit vereinten Kräften und dem machbaren Restprogramm kann Schalke das Ruder herumreißen und sich in die Europa League retten.


VfL Wolfsburg

Wout Weghorst

Vom ​VfL Wolfsburg erwarteten sich die Fans nach dem starken Saisonstart deutlich mehr. Nach 25 Spielen stehen die Wölfe auf einem etwas enttäuschenden siebten Tabellenplatz. Durch einen positiven Trend in den vergangenen Wochen, bleiben die Hoffnungen auf einen Europa-Platz aber bestehen.


Aus den vergangenen sechs Ligaspielen verloren die Wölfe kein einziges. Damit beträgt der Abstand auf die Schalker nur noch einen Punkt. Sollte Wolfsburg das Viertelfinale der Europa League zudem verpassen, kann der gesamte Fokus auf die Liga gerichtet werden. Bis zum Sommer will Oliver Glasner mit seiner Mannschaft noch einmal ein Zeichen setzen.


SC Freiburg

Lucas Hoeler, Luca Waldschmidt

Punktgleich dahinter lauert der ​SC Freiburg. In der Rückrunde glänzten die Breisgauer nicht mehr mit großem Spielwitz oder leidenschaftlichem Einsatz. Daraus resultierten einige Punktverluste des Sport-Clubs. Da Europa allerdings nicht als Saisonziel ausgegeben wurde, konnten viele Freiburger die nachlassenden Leistungen hinnehmen.


Nun hat sich die Situation geändert. Durch die Coronakrise haben auch die Freiburger große Verluste gemacht. Die Preisgelder in der Europa League könnten die Kassen für den Sommer wieder auffüllen. Ein bockstarkes Programm in den verbleibenden Wochen macht einen Endspurt auf die internationale Bühne fast unmöglich.


TSG Hoffenheim


Pavel Kaderabek,Stefan Posch

Im Vierkampf um die Europa League hat auch die ​TSG Hoffenheim noch ein Wörtchen mitzureden. Speziell durch die aktuelle Ausgangsposition gilt das Team von Alfred Schreuder als Geheimfavorit auf den begehrten sechsten Rang.​ Zwei Punkte müsste die Elf aus dem Kraichgau noch gut machen.


Doch ein schwacher Start in die Rückrunde machte fast schon alle Hoffnungen zunichte. Magere acht Zähler und eine Tordifferenz von 10:15 Toren sind bisher zu wenig. Gegen Teams wie ​Hertha, Paderborn, Mainz, Düsseldorf und Augsburg will sich die TSG noch einmal heran kämpfen. Spannend wird das Rennen um Europa demnach in jedem Fall.