Die deutschen Profi-Klubs haben nach dem Ende des Winter-Transferfensters nicht mehr die Möglichkeit, vereinslose Spieler unter Vertrag zu nehmen. Auf dem Markt gibt es jedoch einige ehemalige Bundesliga-Profis, die so manchem Klub sicherlich noch weiterhelfen könnten. Naldo und Dennis Aogo sind die prominentesten Beispiele.


Shawn Parker

FBL-GER-BUNDESLIGA-AUGSBURG

​1. FSV Mainz 05, ​FC Augsburg, ​1. FC Nürnberg und ​SpVgg Greuther Fürth heißen die Stationen von Parker, der im Sommer 2012 in den Profikader der Nullfünfer aufgerückt war. Aufgrund von einigen Verletzungen konnte der 27-Jährige allerdings bei keinem Verein richtig Fuß fassen. Ende Januar löste Greuther Fürth den Vertrag des Angreifers auf. 


Ivo Ilicevic

FBL-GER-BUNDESLIGA-MOENCHENGLADBACH-HAMBURG

Fünf Jahre lang spielte der Angreifer für den ​Hamburger SV, ehe er im Sommer 2016 nach Russland wechselte. Ende Januar 2019 kehrte Ilicevic wieder nach Deutschland zurück. Dem 1. FC Nürnberg sollte der 33-Jährige mit seiner Erfahrung im Abstiegskampf weiterhelfen. Ilicevic bestritt allerdings nur drei Pflichtspiele für die Franken, die letztendlich den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten mussten. Der Routinier ist seit dem Abstieg vereinslos.


Paul-Georges Ntep

Paul-Georges Ntep

Im Januar 2017 ließ sich der ​VfL Wolfsburg die Verpflichtung von Ntep fünf Millionen Euro kosten. Der Angreifer erwies sich als klassischer Fehleinkauf und blieb bei seinen 19 Einsätzen für die Niedersachsen ohne Treffer. Für die aktuelle Saison wurde der 27-Jährige erneut verliehen. Mitte Februar wurde die Leihe zum türkischen Erstligisten Kayserispor, wo der Rechtsfuß bereits seit einigen Wochen keine Rolle mehr gespielt hatte, vorzeitig beendet und der Vertrag aufgelöst.


Carlos Eduardo

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Mit seinem Wechsel von der ​TSG 1899 Hoffenheim zu Rubin Kazan ging Eduardo im August 2010 vorübergehend als teuerster Abgang in die Vereinsgeschichte ein. 20 Millionen Euro kassierten die Kraichgauer für den Brasilianer, der im April 2016 wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Der 32-jährige Offensivspieler ist mittlerweile seit über einem Jahr vereinslos.


Caiuby

Francisco da Silva Caiuby

Caiuby stand über fünf Jahre lang beim FC Augsburg unter Vertrag. Mit einigen Undiszipliniertheiten hat sich der Brasilianer bei den bayerischen Schwaben allerdings ins Abseits manövriert. Nach einer Leihe zu den Grasshoppers Zürich wartete der FCA im vergangenen Sommer vergeblich auf Angebote für den 31-Jährigen, dessen Vertrag Ende Oktober aufgelöst wurde.


Sinan Kurt

Sinan Kurt

Kurt galt in jungen Jahren als eines der größten deutschen Talente seines Jahrgangs. Ende August 2014 schnappte sich der ​FC Bayern München das Gladbacher Eigengewächs. Dem Angreifer gelang allerdings weder beim deutschen Rekordmeister (ein Profieinsatz) noch während seines dreijährigen Gastspiels bei ​Hertha BSC (drei Profieinsätze) der große Durchbruch. Im vergangenen Sommer wurde der Vertrag des 23-Jährigen beim österreichischen Klub WSG Tirol nicht verlängert.


Johan Djourou

Johan Djourou,Mergim Mavraj

Der ehemalige HSV-Kapitän war nach seinem Aus beim italienischen Klub SPAL rund ein Jahr lang vereinslos. Im Januar nahm der FC Sion den Innenverteidiger unter Vertrag. In der vergangenen Woche wurde dem 33-Jährigen sowie einigen anderen Profis allerdings gekündigt. Der Schweizer Klub reagierte damit auf die Corona-Krise und den daraus resultierenden finanziellen Einbußen. ​


Dennis Aogo

Dennis Aogo

Aogo und der VfB Stuttgart gingen nach dem Abstieg im vergangenen Sommer getrennte Wege. Der Ex-Schalker war anschließend zwei Monate vereinslos, ehe er bei ​Hannover 96 anheuerte. Vom Engagement beim Zweitligisten hatten sich wohl beide Seiten mehr erhofft. Ende Januar gaben die Niedersachsen bekannt, dass der Vertrag des 33-jährigen Defensivspielers aufgelöst wurde.


Serdar Tasci

Serdar Tasci

Der langjährige Profi des ​VfB Stuttgart war zuletzt ein halbes Jahr lang für den türkischen Erstligisten Basaksehir aktiv. Seit vergangenem Sommer ist der 15-fache Nationalspieler auf Vereinssuche. Vor einigen Monaten ließ Tasci gegenüber der Bild-Zeitung verlauten, dass für ihn ein Wechsel in die ​2. Bundesliga, aus der es einige Anfragen gab, keine Option gewesen sei.


Naldo

Naldo

Dreizehneinhalb Jahre lang war die ​Bundesliga die fußballerische Heimat von Naldo, der für den ​SV Werder Bremen, den VfL Wolfsburg sowie ​Schalke 04 auflief. Über 350 Partien bestritt der Innenverteidiger im deutschen Fußball-Oberhaus, ehe er Anfang Januar 2019 zur AS Monaco wechselte, wo sein Vertrag rund ein Jahr später aufgelöst wurde. An das Karriereende denkt der 37-Jährige offenbar noch nicht.