Auch bei ​Eintracht Frankfurt wird über einen Gehaltsverzicht der Profis gesprochen, wie Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Steubing und Sportvorstand Fredi Bobic erklärten. Die auslaufenden Verträge bereiten dem Verein ebenfalls Sorgen.


Nach Gladbach, Mainz, Bayern und Dortmund hat am Freitag auch Schalke verkündet, dass die Profi-Abteilung auf Teile ihrer Gehälter verzichten wird, um Arbeitsplätze innerhalb des Vereins zu sichern. Auch in Frankfurt steht diese Maßnahme längst zur Debatte, wie Fredi Bobic erklärte: "Wir werden das in der nächsten Woche intensivieren. Alle müssen dazu beitragen, dass der Verein überlebt", erklärte der Sportvorstand bei Sky (zitiert via ​kicker).


Steubing, der sich gegenüber ​BILD äußerte, zeigte sich zuversichtlich, dass die Eintracht "beim Thema Gehaltsverzicht als gesamter Verein eine Lösung finden wird." Neben den Spielern könnten auch der Vorstand und der Aufsichtsrat betroffen sein. "Es gibt auch bei Eintracht Mitarbeiter, die mit 2000 oder 3000 Euro brutto monatlich eine Familie ernähren müssen", so Steubing.

Andre Silva

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Beim Thema Vertragsverlängerungen ist der Aufsichtsratschef zwiegespalten: "Wer will denn jetzt über Vertragsverlängerungen reden? Im Moment ist doch jeder in der ​Bundesliga und der Gesellschaft froh, wenn er überhaupt noch einen Job hat." Jedoch könne die Eintracht "wie jedes andere Unternehmen auch das Tagesgeschäft nicht einfach einstellen." 


Laut Bobic müsse der Klub "schwere Entscheidungen" treffen, "das hat alles dann sehr viel mit dem Budget zu tun." Im Raum steht die Zukunft von Gelson Fernandes, Marco Russ, Makoto Hasebe, Jonathan de Guzman, Sahverdi Cetin und Patrick Finger, deren Verträge allesamt zum Saisonende auslaufen. 


Bobic hat viele Fragen


Überhaupt ist nur schwer an den Sommer zu denken. Eigentlich würde die Planung für die neue Saison längst auf Hochtouren laufen, doch solange der Ball ruht und unklar ist, wann weitergespielt wird, steht die eigene Existenz im Vordergrund. "Wir haben noch kein Gefühl dafür, wie dieser Sommer aussehen soll. Wird es ein normaler Transfersommer werden? Wird es ein verlängertes Transferfenster geben?", rätselt Bobic, "es wird sehr anspruchsvoll für alle, diesen Sommer sauber zu planen, zu überstehen. Es werden sicher auch Fehler passieren. Auf eine solche Situation hat sich keiner vorbereitet, das hat niemand erlernen können."