​Auch der ​VfB Stuttgart hat Maßnahmen in der Corona-Krise getroffen: Die Spieler und Vereinsbosse verzichten auf Teile ihres Gehalts, die rund 300 Mitarbeiter des Klubs werden ab April auf Kurzarbeit gestellt. Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger machte die Einsparmaßnahmen am Freitagnachmittag offiziell.


Das Profi-Team und der Trainerstab wird demnach auf bis zu 20 Prozent ihres regulären Einkommens verzichten - je nachdem ob die Saison mit Geisterspielen beendet werden kann oder abgebrochen werden muss.


"Wir haben die Mannschaft überzeugen können, dass ein finanzieller Beitrag notwendig ist. Die Mannschaft hat dem zugestimmt, genauso wie die sportliche Leitung, sowie der Vorstand und die Geschäftsleitung. Alle haben erkannt, dass dies eine Situation ist, auf die wir uns nicht vorbereiten konnten, aber jetzt handeln müssen", so Hitzlsperger.


VfB will Krise "aus eigener Kraft heraus" überstehen


Die rund 300 Mitarbeiter des VfB werden zudem ab April auf Kurzarbeit umgestellt. Hitzlsperger betonte jedoch, dass keinem Mitarbeiter gekündigt werden soll. "Wir sind wirtschaftlich solide aufgestellt und müssen nicht gleich Angst haben. Klar ist aber, dass Fußballspiele unsere Basis sind und wir daher daran interessiert sind, dass der Spielbetrieb baldmöglichst wieder anläuft", versuchte er zu beruhigen.


Sich selbst habe er bei den Einsparungsmaßnahmen "ganz oben angesiedelt". Im Verein werden derzeit Lösungen für alle Eventualitäten erarbeitet. Die Hilfe der vier deutschen Champions-League-Teilnehmer begrüßte Hitzlsperger dabei. ​Der FC Bayern, der BVB, Leipzig und Leverkusen wollen 20 Millionen Euro als eine Art Solidaritätfonds für die Erst- und Zweitligisten bereitstellen.


"Das ist super. Ich begrüße jede Form der Solidarität - auch unter den Klubs. Wir haben aber den Anspruch, diese Krise aus eigener Kraft heraus zu überstehen", bekräftigte der VfB-Vorstandschef.