Beim ​FC Bayern ist Kathleen Krüger die starke Frau im Hintergrund. Die 34-Jährige arbeitet seit vielen Jahren als Teammanagerin beim Rekordmeister, im FC Bayern Podcast verriet sie nun, zu welchen Spielern sie ein engeres Verhältnis pflegt.


Von 2004 bis 2009 war Krüger als Fußballerin für die FC Bayern Frauen aktiv, im Anschluss arbeitete sie im Hintergrund weiter. ​Dass sie eines Tages eine Position in der Herrenabteilung beziehen würde, war anfangs nicht geplant, doch ein Gespräch mit Uli Hoeneß brachte den Stein ins Rollen: 


"Eines Tages hat der Herr Hoeneß mich hier auf dem Gelände angesprochen, was ich denn so im Detail bei der Frauenabteilung machen würde, welche Aufgaben ich hätte. Dann habe ich ihm das erklärt und er hat mir gesagt, dass sie jemanden suchen, der den Christian Nerlinger [Sportdirektor von 2009 bis 2012] in der Organisation unterstützt und ob ich mir das vorstellen könnte", erinnert sich Krüger (zitiert via ​Sport Bild).

Niko Kovac,Kathleen Krueger

Teammanagerin Kathleen Krüger (l.) ist beim FC Bayern unverzichtbar


"Da war ich erst einmal überrumpelt, sprachlos. Ich habe dann gesagt, natürlich kann ich mir das vorstellen. Drei Monate nach dem ersten Gespräch habe ich dann angefangen."


Krüger kümmert sich um das Organisatorische, vor den Spielen sollen die Wünsche der Bayern-Stars erfüllt werden: "Der eine Spieler möchte vielleicht bei jedem Spiel unbedingt eine digitale Waage auf seinem Zimmer haben. Solche Kleinigkeiten gibt's, die ich aber auch gerne leisten möchte, denn dadurch fühlt sich der Spieler wohler." Ihre Aufgabe ist anspruchsvoll und zeitintensiv, mit der Mannschaft verbringe sie mehr Zeit "als mit meinen Freunden oder meiner Familie".


In den vergangenen Jahren hat sie einige Spieler näher kennengelernt, zu einem Trio pflege sie ein engeres Verhältnis: Serge Gnabry, David Alaba und Joshua Kimmich. "Es gibt einfach ein paar Spieler, mit denen ich ein engeres Verhältnis habe", so Krüger, "die sich auch mal vorm Training eine halbe Stunde zu mir ins Büro setzen. Dann quatscht man auch mal über private Dinge - und dazu gehört Serge, David und Joshua auch." Grundsätzlich aber hat sie für alle ein offenes Ohr - und das seit mittlerweile fast acht Jahren. Dafür genießt sie innerhalb der Mannschaft eine hohe Wertschätzung.