​Die ​Premier League gilt als finanzkräftigste Liga der Welt. Das liegt zu einem großen Teil auch an den enormen TV-Geldern, die die Eliteliga von der Insel generiert. Bislang war es den TV-Sendern dennoch untersagt, Live-Partien am Samstagnachmittag zu zeigen - das könnte sich nun ändern!


Die sogenannte "Blackout Rule" gibt es in England schon seit Beginn der 1960er Jahre. Sie verhindert, dass Fußballspiele am Samstag zwischen 14.45 Uhr und 17.15 live im Fernsehen gezeigt werden dürfen. Damit sollten die Vereine unterstützt werden, allen voran die kleineren Teams in unteren Ligen. Denn statt zu Hause auf der Couch sollten die Fans so ins Stadion gelockt werden.


Die "Blackout Rule" dürfte auch ein Hauptgrund für die Zerstückelung der Spieltage sein, die gerade in der Premier League Ausmaße annimmt. Die Topteams spielen dementsprechend auch so gut wie nie am "TV-freien Samstagnachmittag".


TV-Sender wollen alle Premier-League-Spiele zeigen


Wegen der Coronakrise wollen die beiden übertragenden Sender BT Sport und Sky Sports nun, mehrerer englischer Medienberichte zufolge, darüber diskutieren, die "Blackout Rule" zu umgehen. Sollte die Liga ohne Zuschauer fortgesetzt werden müssen - wovon stark auszugehen ist - sollen auch die Spiele am Samstagnachmittag um 15 Uhr gezeigt werden.


Damit könnte man auch verhindern, dass sich Fans bei den Spielen rund um das Stadion aufhalten. Die TV-Sender haben allerdings keine Handhabe die Regel aufzuheben. Das kann nur der englische Verbands FA - wenn die Liga triftige Gründe vorlegen kann. In der aktuellen Situation sollte dies mehr als gegeben sein.


Nachdem die FA anfangs noch eher skeptisch gewesen sein soll, deutet einiges darauf hin, dass man diese Haltung noch einmal überdenkt.