​Die Berliner Hertha plant Änderungen in der sportlichen Führung: Arne Friedrich soll vom Performance Manager zum Sportdirektor werden und Michael Preetz stärker unterstützen. Es läuft auf ein "Leverkusener Modell" hinaus, wo Simon Rolfes und Rudi Völler eng zusammenarbeiten.


Er war mit Klinsmann gekommen, ist aber immer noch da: Ex-Nationalspieler und ​Hertha-Profi Arne Friedrich wurde beim Klinsi-Intermezzo als sogenannter Performance Manager eingesetzt. Was das bedeuten soll, wusste wohl nicht mal Klinsmann selbst. Zuletzt trainierte Friedrich die Abwehrspieler und führte Einzelgespräche.


In den wichtigen Fragen hat bislang Geschäftsführer Sport, Michael Preetz, das Sagen. Dessen Machtfülle könnte bald zumindest etwas aufgeteilt werden: Die Hertha plant Friedrich zum Sportdirektor zu befördern. Als solcher hätte der 40-Jährige deutlich mehr Einfluss und würde als eine Art Bindeglied zwischen Mannschaft und Preetz wirken. Mit dem Team stünde er dann täglich im Kontakt.


Friedrich als "Bindeglied zwischen Mannschaftskabine und Klub-Führung"


In etwa so wie bei ​Bayer Leverkusen, wo Simon Rolfes als Sportdirektor fungiert und Rudi Völler den Geschäftsführer Sport gibt. Preetz jedenfalls deutete gegenüber der Bild Pläne für ein solches Modell an: "Wir werden uns mit Arne bald über die auslaufende Vereinbarung unterhalten. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit, würden gerne mit Arne weitermachen und ihn auf eine andere Position heben."

Michael Preetz

Macht er bald den Völler? Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz


Welche Position das genau sein soll verrät Preetz nicht, wird aber konkreter: "Mit Arne habe ich einen sehr engen Austausch. Er ist ja bei uns schon jeden Tag auf dem Trainingsplatz, soll als Bindeglied zwischen Mannschaftskabine und Klub-Führung fungieren."


Seine Aussagen sprechen in jedem Fall für das "Leverkusen-Modell". Spätestens zur neuen Runde könnten die Aufgaben bei der Hertha umverteilt werden - und Friedrich deutlich mehr Einfluss bekommen.