​In Zeiten der Corona-Krise ist Solidarität auf allen Ebenen gefragt. Dem kann sich auch der Spitzensport, und allen voran der Profi-Fußball, nicht verwehren. In Spanien plant Real Madrid deshalb jetzt, in enger Zusammenarbeit mit dem spanischen Sportrat, das Bernabéu-Stadion für die kommende Zeit in eine Art Lagerhaus zu verwandeln.


Gelagert werden sollen dort vor allem medizinische und sanitäre Geräte und Materialien. Diese sollen dann an die jeweiligen Endabnehmer wie Krankenhäuser oder Pflegeinstitutionen distribuiert werden. 


Enge Kooperation zwischen Klub, Sportrat und Gesundheitsministerium


All dies wird unter der Aufsicht des spanischen Gesundheitsministeriums geschehen. Das Ministerium agiert dabei wiederum in enger Kooperation mit dem für die Verteilung an die jeweiligen Endabnehmer verantwortlichen Verteilungszentrum in der südlich von Madrid liegenden Vorstadt Valdemoro.

FBL-STADIUM-REAL-MADRID

Desweiteren bietet der Klub all den Firmen und Körperschaften - darunter vor allem denen, die eine enge Verbindung zum Sport haben - die Möglichkeit, dem Lager Geldzahlungen oder Materialsendungen zukommen zu lassen, die sie dem Gesundheitsministerium spenden wollen. Dieses wiederum entscheidet über die anschließende optimale und gerechte Verteilung an die sanitären Einrichtungen. 


Real kommt seiner gesellschaftlichen Verpflichtung nach


Diese Kooperation zwischen Real Madrid  und den staatlichen Behörden ist eine komplementäre Maßnahme, parallel zu den von der Regierung entweder bereits beschlossenen oder noch zu treffenden Maßnahmen. 


Der Klub, allein in Europa mit schätzungsweise 41 Millionen Anhängern, wird mit dieser Zusammenarbeit seiner gesellschaftlichen Rolle gerecht. Die Aktion reiht sich in den von der Real Madrid-Stiftung (1997 gegründet) postulierten Anspruch ein, den Schwächsten der Gesellschaft auf humanitärer und sozial-kultureller Ebene unter die Arme zu greifen.