Der Fußball ist für die nächsten Wochen definitiv kein Thema? Du bläst Trübsal, weil alle Meisterschaften unterbrochen wurden? Sagtest du, alle Meisterschaften? Nun, dann irrst du dich. Eine kleine Meisterschaft widersteht dem Coronavirus immer noch: die weißrussische Liga.


Wenn es keine mehr gibt, gibt es immer noch welche. Das Coronavirus hat noch nicht an allen Fußballfronten gewonnen. Also klar, die Topligen wie ​Premier League​Serie A​La Liga​Bundesliga und Ligue 1 sind vorübergehend stillgelegt. Aber irgendwo in Osteuropa, nicht weit von Russland entfernt, leistet die weißrussische Liga Widerstand. Als wäre nichts geschehen, begann die Saison am vergangenen Donnerstag mit einer Auftaktniederlage für Titelanwärter Bate Borisov. 

"Das Land befindet sich nicht im Ausnahmezustand, die Situation ist nicht kritisch. Wir spielen nicht hinter verschlossenen Türen, weil sich sonst die Menschen vor dem Stadion drängen", sagte Vladimir Bazanov, Präsident des weißrussischen Verbandes.


Es sei daran erinnert, dass einige Mannschaften wie Bate Borisov oder Dinamo Minsk in Europa-Pokalen Stammgäste sind und sogar an der ​Champions League teilnehmen, und dass Weißrussland das Land eines alten Bekannten ist: eines gewissen Aleksandr Hleb. Wenn dich das nicht überzeugt, mal einschalten.


Jener Hleb findet es übrigens nicht so lustig, dass in Weißrussland noch gespielt wird. "Es ist, als wenn sich niemand darum kümmert", sagte der ehemalige Bundesliga-Star der Sun (via kicker). "Jeder weiß, was in Spanien und Italien passiert. Das sieht nicht gut aus. Aber in unserem Land glaubt die Präsidenten-Bürokratie, dass es nicht so schlimm ist."