Der Trainingsbetrieb auf dem Gelände in Brackel steht nicht gänzlich still. Einige Spieler von Borussia Dortmund absolvieren dort einen Teil der individuellen Trainingseinheiten, laut Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl wolle man sich auf diese Weise trotz der längeren Pause so gut es geht fit halten.


Das Training findet also weiter statt, obwohl die DFL jüngsten Medienberichten zufolge die Zwangspause ​bis zum 30. April verlängern will. Da Prognosen wegen der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie aber nur schwer abzugeben sind, will man beim BVB nichts dem Zufall überlassen. "Wir müssen auf alle Szenarien vorbereitet sein, deshalb werden die Spieler auch bestmöglich individuell trainieren", erklärte Kehl auf Nachfrage des ​kicker

"Die Zeit, in der noch nicht wieder gespielt werden kann, müssen wir so gut und sinnvoll nutzen wie es nur geht. Es ist wichtig, dass wir nicht alles verlieren, was wir uns an Fitness über Monate aufgebaut haben." Dem Fachmagazin zufolge sind die Trainingseinheiten auf dem Vereinsgelände an strenge Auflagen gebunden. Mit Hilfe eines erstellten Zeitplans ist klar geregelt, wer sich wann wo aufhalten darf, zusätzlich sollen alle Abstände eingehalten und der Kontakt zu Spielern oder Mitarbeitern auf ein Minimum geschraubt werden. 


Das Problem der langen Zwangspause


Je länger die Pause andauert, desto größer ist die Verletzungsgefahr bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs, wie Sportwissenschaftler Ingo Froböse gegenüber BILD erklärt: "Aktuell ist die Leistung um 20 bis 30 Prozent gemindert. Das heißt: Wenn die Belastung wieder auf normales Maß hochgefahren wird, steigt die Verletzungsanfälligkeit deutlich." 


Bereits zum jetzigen Zeitpunkt benötigen Bundesliga-Profis seiner Einschätzung nach ein Mannschaftstraining über vier Wochen, um wieder spielfit zu werden: "Sie müssen wieder lernen, zur richtigen Zeit den richtigen Muskel zu belasten. Und das in hoher Geschwindigkeit. Und auch dann, wenn in der 70. Minute die Ermüdung einsetzt. Sollte die Pause noch länger andauern, könnten die Spieler sogar erst nach sechs Wochen wieder richtig in Form kommen."