​Die ​Bundesliga steht aufgrund der Corona-Pandemie vor einem schwierigen Transfersommer. Auch ​bei Borussia Dortmund stehen einige Spieler vor dem Absprung, besonders Mario Götze und Mahmoud Dahoud stehen dabei im Fokus. Während Götze im Sommer ablösefrei ist, läuft der Vertrag von Dahoud noch bis 2022 - beide spielen in den Planungen des BVB keine Rolle mehr. Doch wohin geht die Reise für die Mittelfeldspieler?   


Der 24-jährige Mahmoud Dahoud bestritt in der laufenden Spielzeit nur elf von möglichen 36 Pflichtspielen für Borussia Dortmund - nur dreimal stand er dabei in der Startelf. Dass er von Lucien Favre wenig berücksichtigt wurde, wäre eine Untertreibung. Dahoud steht klar vor einem Abschied aus Dortmund und hat laut RuhrNachrichten bereits seine Berater zur Sondierung des Marktes angewiesen. 


Mario Götze hat in der Bundesliga 13 von 25 Spielen absolviert und fünfmal war er von Anfang an auf dem Feld - interessanterweise gewann der BVB kein einziges Bundesliga-Spiel mit Götze in der Startelf. Der 27-Jährige wird Dortmund im Sommer ablösefrei verlassen und nicht nur TV-Experte Lothar Matthäus hofft, dass eine Luftveränderung bei einem kleineren Klub dem WM-Helden von 2014 wieder zu lange vermisster Leistung verhilft


Hertha BSC als Ziel für beide?


Die durch ihre neugewonnenen finanziellen Möglichkeiten bereits im Winter stark an beiden Dortmundern interessierte ​Hertha aus Berlin ​könnte die neue Anlaufstelle für Götze und Dahoud sein. Gerade die Mittelfeldzentrale der Berliner steht vor einem Umbruch, da die Zukunft von Marko Grujic bislang ungeklärt ist und Per Skjelbred und Vladimir Darida ihren Zenit langsam überschritten haben.


Arne Maier brauchte nach seiner Knieverletzung sehr lange, um wieder zur Verfügung zu stehen, doch zuletzt reichte es unter Trainer Alexander Nouri nicht einmal für einen Kaderplatz.

Mario Goetze,Karim Rekik

Bald Kollegen bei der Hertha? - Mario Götze und Karim Rekik



Dass die Hertha gleich beide Mittelfeldspieler verpflichten wird, scheint aufgrund der Gehaltsvorstellungen von Dahoud und Götze unrealistisch - hinzu käme eine entsprechende Ablösesumme für Dahoud. Mit Santiago Ascacibar vom ​VfB Stuttgart holten die Berliner gerade erst einen Sechser mit Perspektive und im Sommer kommt mit Lucas Tousart von Olympique Lyon ein weiterer zentral-defensiver Akteur dazu, ebenso ist die Ligazugehörigkeit der Hertha in der nächsten Saison noch ungeklärt.


Für Dahoud fehlt somit schlicht der Platz - es sei denn, er setzt sich auch bei der Hertha oft auf die Bank. Wahrscheinlicher ist, dass er sein Glück im Ausland versuchen wird. Ein Wechsel von Götze in die Hauptstadt könnte konkreter werden, suchen die Berliner doch händeringend nach einem offensiven Spielgestalter - doch auch ein weiterer Klub soll für ihn in der Verlosung sein.


Götze als Havertz-Ersatz?


Auch wenn der Transfer von ​Kai Havertz​ zum FC Bayern München momentan sehr unsicher erscheint, ist ein Verbleib des Nationalspielers bei ​Bayer Leverkusen weiterhin nahezu ausgeschlossen. Laut den RuhrNachrichten soll neben der Hertha auch "ein weiterer Bundesliga-Klub aus dem Westen" an Götze interessiert sein.  

Bayer 04 Leverkusen v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Macht er Platz für Mario Götze? - Kai Havertz



Bei ​Schalke 04 sitzt mit Amine Harit ein Zehner auf der Bank, weil er momentan nicht in das Konzept passt. ​Borussia Mönchengladbach wird unter Marco Rose keine Verwendung für einen eher laufschwachen Spielgestalter haben. Der ​1. FC Köln wird sich Götze schlicht nicht leisten können - somit scheint Bayer Leverkusen der ominöse "West-Klub" zu sein. Bei einem Abgang von Kai Havertz wäre Mario Götze eine sinnvolle Alternative, ob für den weiteren Karriereweg Götzes die Hertha nicht die bessere Adresse wäre, muss der Mittelfeldspieler für sich entscheiden.