​Es ist offiziell: Die olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio sind vom Internationalen Olympische Komitee (IOC) um ein Jahr verschoben worden. Das gab Japans Ministerpräsident Shinzo Abe am Dienstagnachmittag bekannt und wurde kurz darauf vom IOC bestätigt.


"Ich habe vorgeschlagen, die Spiele um ein Jahr zu verschieben, und Präsident Bach hat dem zu 100 Prozent zugestimmt", erklärte Abe. Die Coronapandemie zwingt IOC-Präsident Bach, der bis zuletzt an den Olympischen Spielen in diesem Jahr festhalten wollte, zu einer Verschiebung. Eigentlich waren die Sommerspiele vom 24. Juli bis 9. August geplant. Nun sollen die Spiele im nächsten Jahr stattfinden. 

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Die offizielle Erklärung des IOC:


"Unter den gegenwärtigen Umständen und auf der Grundlage der heute von der WHO bereitgestellten Informationen sind der IOC-Präsident und der japanische Premierminister zu dem Schluss gekommen, dass die Spiele der XXXII. Olympiade in Tokio auf einen Zeitpunkt nach 2020, jedoch nicht später als im Sommer 2021 verschoben werden müssen, um die Gesundheit der Athleten, aller an den Olympischen Spielen Beteiligten und der internationalen Gemeinschaft zu schützen."


11.000 Sportler aus 206 Nationen wären in diesem Sommer in Tokio zusammengekommen. Der Druck für eine Absage wuchs in den letzten Tagen von allen Seiten. Kanada erklärte bereits, nicht an den Spielen teilnehmen zu wollen. 


​Auswirkungen der Olympia-Verschiebung auf den Fußball


"Die Verschiebung um ein Jahr ist das einzig Sinnvolle. Es ist nicht nur aus sportmedizinischer und trainingswissenschaftlicher Sicht, sondern auch aus Fairness-Gründen ausgeschlossen, am Termin festzuhalten. Auch weil für die Athletinnen und Athleten in aller Welt derzeit völlig unterschiedliche Trainingsbedingungen herrschen", wird Sportmedizinerin Petra Platen von der ARD zitiert.