Wir blicken aus Adler-Sicht auf die aktuelle Bundesliga-Konkurrenz und wählen pro Klub einen Spieler, der die SGE verstärken könnte. Folgende 17 Bundesliga-Akteure sollten sich Bobic, Hübner und Hütter mal genauer anschauen.


Hinter den Spitzenteams hat sich in der ​Bundesliga eine große Gruppe an Verfolgern etabliert. Mittendrin: Die ​Eintracht aus Frankfurt. Unter Trainer Adi Hütter ist man in der Rückrunde vom Erfolgssystem aus dem Vorjahr abgewichen und agiert derzeit in einem 4-4-2 bzw. 4-1-4-1.


Der SGE-Kader sollte aber auch für die kommende Saison unter dem österreichischen Übungsleitern so besetzt sein, dass problemlos zwischen Dreier- und Viererabwehrkette gewechselt werden kann. Derzeit herrscht wohl am meisten Bedarf auf dem Flügel, aber auch im Sturm überzeugen die Nachfolger der 'Büffelherde' nicht immer. Zudem könnte in der Innenverteidigung mindestens eine Stelle frei werden. ​Kapitän David Abraham könnte in die argentinische Heimat zurückkehren​Evan N'Dicka wird mit einem Wechsel in die Premier League in Verbindung gebracht.


Erläuterung: Spieler werden ausgewählt nach den größten Baustellen im aktuellen Kader und der Situation bei ihrem aktuellen Klub (Vertragslänge, Wahrscheinlichkeit eines Wechsels, etc.)


Union Berlin - Marius Bülter (RA/LA)

FBL-GER-BUNDESLIGA-DORTMUND-UNION BERLIN

Der 26-Jährige ist einer der Shootingstars bei den Köpenickern. Vor der Saison mit Kaufoption von Zweitliga-Absteiger Magdeburg geholt, gehört Bülter in seiner ersten Bundesligasaison zum Stammpersonal des Aufsteiger. Sieben Treffer gelangen dem Außenstürmer in 24 Partien.


Prognose: Bülter wird von Union fest verpflichtet und dürfte Berlin erst einmal nicht verlassen. Sollte er auch 20/21 regelmäßig treffen, könnte er auf so manchem Wunschzettel landen.


SC Paderborn - Abdelhamid Sabiri (OM)

Abdelhamid Sabiri

Bei Abdelhamid Sabiri könnte die Eintracht zu einem Schnäppchenpreis zuschlagen. Der fünffache deutsche U21-Nationalspieler kam im Sommer aus Huddersfield zum SCP und zeigt dort regelmäßig ansprechende Leistungen. Der Aufsteiger dürfte aber wohl bald wieder eine Liga tiefer spielen und Sabiris Vertrag läuft 2021 aus. Einen offensiven Mittelfeldspieler mit Torgefahr, der auch auf dem Flügel spielen kann - und dazu erst 23 Jahre alt ist - wäre doch kein schlechtes Transferziel, oder Fredi?


Prognose: Die Eintracht sollte sich tatsächlich schon für die neue Saison ernsthaft mit Sabiri beschäftigen. Steigt Paderborn ab und ist die SGE wirklich interessiert, wäre Frankfurt ein sehr guter nächster Schritt für den Mittelfeldspieler.


1. FC Köln - Jhon Cordoba (MS)

Jhon Cordoba

Ein Geißbock für die Adler? Da fällt jedem SGE-Fan mit Sicherheit Mittelstürmer Jhon Cordoba ein! Der Kolumbianer wäre ein würdiger Nachfolger von Sebastien Haller - vielleicht sogar körperlich noch stärker. Vor der Coronapause zeigte sich der 26-Jährige auch ähnlich treffsicher: Sechs seiner zehn Saisontore erzielte er in seinen sieben Rückrunden-Einsätzen. Cordobas Vertrag läuft dazu im Sommer 2021 aus.


Prognose: Satte 17 Millionen Euro legte der Effzeh 2017 für Cordoba auf den Tisch. Eine solche Summe wird für die Eintracht nicht zu stemmen sein. Bei einem Jahr Restvertrag und den finanziellen Schwierigkeiten der Klubs sollte der Preis aber deutlich sinken. Bei einem einstelligen Millionenbetrag könnte man in Frankfurt ernsthaft überlegen, einen Vorstoß zu wagen.


FC Augsburg - Philipp Max (LV/LM)

Philipp Max

Ein Transfer von Philipp Max wäre für die Eintracht natürlich ein richtig starker Deal. Das Problem: Der FC Augsburg ließ den offensivstarken Linksverteidiger in der Vergangenheit nicht ziehen, sein Vertrag in der Fuggerstadt ist noch bis 2022 gültig. Nun könnte der FCA finanziell gezwungen sein, Max zu Geld zu machen. Allerdings dürften dann eher Klubs aus einem noch höheren Regal infrage kommen. Aber nur mal zum Träumen: Eine linke Seite mit Max und Kostic wäre schon richtig sexy!

Prognose: Max ist für die Eintracht nach derzeitigem Ermessen nicht zu haben!

Schalke 04 - Benjamin Stambouli (IV/DM)

Benjamin Stambouli
Der Vertrag von Bejamin Stambouli auf Schalke läuft aus. Der 29-jährige ist im besten Fußballeralter und wäre auch vom Typ her ein würdiger Nachfolger für das Duo Hasebe/Abraham. Auf beiden Positionen kann der Franzose auch spielen.

Prognose: Sambouli wäre ein Toptransfer - zumal ablösefrei. Er dürfte allerdings einige (namhafte) Optionen besitzen, allen voran eine Verlängerung bei Königsblau. Anklopfen sollte die Eintracht aber auf jeden Fall mal.

SC Freiburg - Dominique Heintz (IV)

Dominique Heintz
Dominique Heintz ist ein solider Bundesliga-Verteidiger mit Gardemaß (1,90m) und einem starken linken Fuß - was ihn per se schon zu einer eher raren Spezies macht. Mit 26 Jahren ist er im perfekten Alter, sein Vertrag beim Sport-Club ist bis 2022 gültig. Heintz wäre also zumindest eine geeignete Alternative bzw. Nachfolger für Martin Hinteregger und Evan N'Dicka.

Prognose: Heintz war sowohl beim 1. FC Köln als auch jetzt in Freiburg Stammspieler. Der 26-Jährige kann sowohl in einer Dreier- als auch in einer Viererkette als Innenverteidiger auflaufen und könnte mit seinem linken Fuß zu Not sogar auch als linker Außenverteidiger agieren (so ähnlich wie aktuell N'Dicka). Sollte der Aderlass in der SGE-Abwehr groß sein, könnte man über Heintz zumindest nachdenken.

Mainz 05 - Levin Öztunali (RM)

Levin Oeztunali

Satte 30 Einsätze hat Levin Öztunali für die deutsche U21-Nationalmannschaft vorzuweisen. Der Seeler-Enkel kickt seit vier Jahren bei den Rheinhessen und gehört auf der rechten Offensivseite zum Stammpersonal. Seine Stärke: Der 24-Jährige ist pfeilschnell und technisch versiert. Der echte Durchbruch blieb ihm in seiner Bundesliga-Karriere aber bislang verwehrt. Ein Tapetenwechsel könnte gut tun - zumal sein Vertrag im Sommer 2021 ausläuft.


Prognose: Öztunali könnte ein 'Steal' für die SGE werden. Eigentlich hoch veranlagt, sind seine Leistungen in Mainz oft inkonstant. Im Sommer könnte er aber für eine sehr kleine Ablöse zu haben sein und in Frankfurt einen neuen Anlauf wagen. Gerade auf der rechten Seite fehlt es der Eintracht in dieser Spielzeit an Offensivpower.


Hertha BSC - Marvin Plattenhardt (LV)

Marvin Plattenhardt

Beim selbsternannten Big City Club in Berlin ist der ehemalige Nationalspieler Marvin Plattenhardt nur noch zweite Wahl. Der Linksverteidiger könnte die Hertha deshalb bald verlassen - zumal die Alte Dame mit Maximilian Mittelstädt bereits einen Nachfolger in den eigenen Reihen hat und man Plattenhardt eher kleine Steine in den Weg legen würde.


Prognose: Plattenhardt könnte Hertha trotz Vertrag bis 2023 am Saisonende verlassen. Als Linksverteidiger gehört er immer noch zu den gehobenen Bundesligaspielern, vor allem dank seiner gefährlichen Standards, die auch der SGE zugute kommen würden. Anklopfen bei deinen alten Freunden aus der Hauptstadt könnte nicht schaden, Fredi.


Fortuna Düsseldorf - Kevin Stöger (OM)

Kevin Stoeger

Kevin Stöger besitzt bei Fortuna Düsseldorf wohl die feinste Klinge. Der 26 Jahre alte Österreicher hat bereits in der vergangenen Spielzeit Begehrlichkeiten geweckt. Im Sommer ist der Linksfuß ablösefrei zu haben!


Prognose: Stöger würde der Eintracht sofort weiterhelfen. Allerdings dürften einige Kaliber am offensiven Mittelfeldspieler dran sein. Die SGE hätte allerhöchstens Außenseiterchancen auf einen Transfer.


TSG Hoffenheim - Benjamin Hübner (IV)

Benjamin Huebner

Hoffenheims aktueller Kapitän Benjamin Hübner hat sich im Kraichgau zu einem sehr guten Innenverteidiger entwickelt. Vor allem seine Kopfballstärke zeichnet den mittlerweile 30-Jährigen aus. Allein aus Nostalgie-Gründen wäre ein Wechsel zur Eintracht reizvoll: Vater Bruno ist SGE-Sportdirektor.


Prognose: Eine Vater-Sohn-Vereinigung wird es nicht geben. Hübner ist Kapitän und absoluter Führungsspieler bei der TSG, wo er noch bis 2022 unter Vertrag steht. 


Werder Bremen - Kevin Vogt (IV/DM)

Kevin Vogt

Die Zukunft von Kevin Vogt ist derzeit so offen wie nie: Werder könnte die Hoffenheim-Leihgabe nur bei Klassenerhalt einen festen Transfer anbieten. Bei der TSG hat der Ex-Kapitän unter Trainer Alfred Schreuder keine Zukunft.


Prognose: Spielstil, Mentalität und Flexibilität - Kevin Vogt wäre ein richtig guter Transfer für Eintracht Frankfurt. Im Sommer könnte die Chance dafür durchaus gegeben sein!


VfL Wolfsburg - Robin Knoche (IV)

Robin Knoche

Noch ein Innenverteidiger auf der Liste: Wolfsburgs Robin Knoche könnte im Sommer den Wolfsrudel verlassen - warum nicht ein Adler-Nest bauen? Das 27-jährige VfL-Eigengewächs wäre ablösefrei zu haben und ist ein grundsolider Innenverteidiger, der zudem stark bei offensiven Standardsituationen ist.


Prognose: Sollte Knoche den Vertrag in Wolfsburg nicht verlängern, stand zuletzt ein Wechsel nach Italien im Raum. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wackelt dieses Vorhaben mehr denn je. Für Frankfurt wäre er ein solider Deal, zumal man keine Ablöse bezahlen müsste.


Borussia Mönchengladbach - Ibrahima Traoré (RA)

Ibrahima Traore

Sicherlich kommt man bei den Fohlen zunächst auf ganz andere Namen. Aber seien wir mal ehrlich: Für die Eintracht sind sie nicht zu bekommen! Warum also Traoré? Der Flügelstürmer ist 31 Jahre alt und verbrachte die jüngste Vergangenheit mehr auf der Bank, der Tribüne oder der Reha, als auf dem Platz. Ganz klar: er wäre ein Risikotransfer. Ungewiss, ob der Routinier noch einmal eine ähnliche Form wie in der Vergangenheit erreichen kann. Allerdings wäre das Risiko auch bescheiden. Gladbach wäre wohl sogar dankbar, ihn ziehen lassen zu können (Vertrag bis 2021).


Prognose: Sollte Traoré ablösefrei oder für eine ganz geringe Summe zu haben sein, könnte man sogar einen Vorstoß wagen. Gute Stimmung ins Multi-Kulti-Team der SGE würde er in jedem Fall bringen. Und mit seinem starken linken Fuß über die rechte Seite käme eine neue Dimension ins Frankfurter Spiel (wenn er fit bleibt).


Bayer Leverkusen - Paulinho (OM/LA)

Paulinho

Bei den Topklubs der Bundesliga wird es für die Eintracht schon um einiges schwerer, ein realistisches Transferziel auszumachen. Dragovic und Wendell könnten Optionen für die Defensive sein, zumal ihre Verträge 2021 auslaufen. Beide wollen aber wohl eher zu Klubs, die noch ambitionierter sind.


Eine andere Möglichkeit wäre eine Leihe. Paulinho konnte zuletzt endlich vermehrt zeigen, warum Leverkusen 2018 18,5 Millionen Euro gezahlt hat. Der erst 19-Jährige Brasilianer könnte zudem der Nachfolger von Kai Havertz werden und so deutlich mehr Einsatzzeit bei der Werkself bekommen. Sollten die Planungen anders sein, könnte man auch über eine Leihe von Paulinho nachdenken. Bei der Eintracht wäre der Offensivmann bestens aufgehoben!


Prognose: Leverkusen setzt auf Paulinho - in der kommenden Saison umso mehr, wenn Havertz geht. Trotz der breit besetzten Offensivabteilung wird man ihn eher nicht verleihen wollen.


RB Leipzig - Hannes Wolf (OM)

Hannes Wolf

Hannes Wolf kam im vergangenen Sommer für zwölf Millionen Euro von RB Salzburg nach Leipzig. Dort hat er allerdings noch nicht Fuß gefasst. Auch, weil der 20 Jahre alte Offensivallrounder von einem Beinbruch zu Saisonbeginn gestoppt wurde. In Leipzig läuft sein Vertrag noch langfristig bis 2024. Wolf hatte bereits seine Unzufriedenheit über die mangelnden Einsätze öffentlich kund getan. Trainer Julian Nagelsmann reagierte mit Unverständnis.


Prognose: Wolf ist mit Sicherheit ein Kandidat für eine Leihe. Er kann im offensiven Mittelfeld agieren, auch über die Außen oder sogar als Mittelstürmer. Für die SGE wäre eine Leihe ein risikoarmes Geschäft mit viel Potenzial.


BVB - Mateu Morey (RV)

Mateu Morey

Der 20-jährige Spanier wartet in Dortmund noch auf seinen Durchbruch. Jüngsten Berichten zufolge, plant der BVB den Rechtsverteidiger zu verleihen (Vertrag bis 2024). In Frankfurt könnte man einen neuen Mann für die rechte Seite ganz gut gebrauchen - zumal der "Terrier", wie ihn die BVB-Kollegen nennen, ein etwas anderer Spielertyp wäre als da Costa, Chandler und Torué, die für diese Position infrage kommen.

Prognose: Verlängert BVB-Urgestein Lukasz Piszczek noch einmal um ein Jahr und kommt Meunier von PSG, sollte die Borussia Morey verleihen. Die Eintracht könnte zugreifen - allerdings wohl nur dann, wenn man einen Spieler hinten rechts abgeben würde.

FC Bayern - Fiete Arp (ST)

Jann Fiete Arp
Fiete Arp wechselte im vergangenen Sommer von der Elbe an die Isar. Der einst als größte deutsche Sturmhoffnung Gefeierte kommt aber nicht über Einsätze bei der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters hinaus. Joshua Zirkzee wird von Trainer Hansi Flick deutlich bevorzugt. Mit einem langfristigen Vertrag bis 2024 könnte der FCB gewillt sein Arp zu verleihen. Mit Lewandowski und Zirkzee hat man zwei echte Mittelstürmer im Kader.

Prognose: Mit Stürmern aus Hamburg hat man bei der SGE in der Vergangenheit ja keine all zu schlechten Erfahrungen gemacht. In München könnte man wegen einer ein- bis zweijährigen Leihe bei Arp anklopfen. Im besten Fall mit Kaufoption. Auch hier wäre das Risiko gering.

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