​Die Profis von Borussia Mönchengladbach gehen voran: Als erster Profiklub in den europäischen Topligen wird die komplette Mannschaft der Fohlenelf auf einen Teil des Gehalts verzichten, um die Einkünfte der anderen Vereins-Mitarbeiter sicherzustellen.


Der aktuelle Spielstopp, den die Corona-Krise nach sich zieht, trifft die Profiklubs weltweit hart: Aufgrund von ausbleibenden Zuschauer- und TV-Einnahmen, die für nahezu jeden Klub überlebensnotwendig sind, haben viele Vereine Angst, in ein paar Wochen vor dem Bankrott zu stehen und die Mitarbeiter nicht mehr bezahlen zu können. Da niemand weiß, wie lange die Corona-Krise noch anhält, sorgt die Ungewissheit für viele Sorgenfalten auf den Stirnen der verschiedenen Vereinsbosse.


In den letzten Tagen kamen immer wieder Forderungen auf, dass die hochbezahlten Fußballprofis doch auf einen Teil ihres Gehalts verzichten könnten - schließlich können sie für ihr stattliches Salär derzeit auch keine Gegenleistung in Form von Siegen auf dem grünen Rasen erbringen. Allein: Es fehlte bislang ein wenig der Glaube, dass solch eine tolle Geste im mittlerweile knallharten sowie eiskalten Profigeschäft tatsächlich möglich ist.


Gladbach spart pro Monat über eine Million Euro ein


Doch die Profis von ​Borussia Mönchengladbach geben den vielen Fans - und vor allem den betroffenen Mitarbeitern - Hoffnung: Wie die Rheinische Post aus Vereinskreisen erfahren hat, haben die Gladbach-Spieler beschlossen, angesichts der Krise auf Teile ihres Gehalts zu verzichten. Insgesamt soll der Verein auf diese Weise pro Monat mehr als eine Million Euro einsparen - damit soll sichergestellt werden, dass die vielen Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle und rund um die verschiedenen (Jugend-)Teams weiterhin bezahlt werden können.


Sportdirektor Max Eberl bestätigt auf der Gladbacher Homepage: "Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Klares Signal: Wir stehen zusammen für Borussia, in guten wie in schlechten Zeiten. Sie wollen etwas an Borussia zurückgeben und damit auch an all die Fans, die uns unterstützen. Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer."


Eine tolle Geste der Gladbacher. Hoffentlich ziehen die nächsten Vereine in Kürze nach!