​Bayer Leverkusen hat im Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals im Ibrox Park die deutsche Fahne hochgehalten und die Glasgow Rangers mit 3:1 geschlagen. Kai Havertz brachte die Werkself per Elfmeter in Front, Aranguiz baute die Führung sogar noch aus, ehe den Rangers in einer tollen zweiten Hälfte der Anschluss gelang. Am Ende stand ein verdienter Erfolg für ​Bayer 04, der die Tür zum Viertelfinale vor allem dank des späten Treffers von Leon Bailey weit aufstößt.


Tore:

0:1 - Havertz (37.)

0:2 - Aranguiz (67.)

1:2 - Edmundson (75.)

1:3 - Bailey (88.)


​Die offiziellen Aufstellungen


Für jeden Fußballfan war die Partie zwischen den Rangers und Bayer Leverkusen eine Wohltat - das Achtelfinal-Hinspiel der Europa League fand vor 50.000 Zuschauern im Ibrox Park statt!



Die formstarken Gäste aus Leverkusen begannen mit drei Veränderungen im Vergleich zum Bundesliga-Sieg gegen Frankfurt: Sven Bender fehlte verletzt, Baumgartlinger und Paulinho saßen auf der Bank. Für das Trio rückten Dragovic, Tah und Demirbay in die Startelf. Wegen den Ausfällen von Volland und Alario musste Havertz wieder die nominelle Spitze in einem 3-4-3-System geben.


​​Auf einem schlechten Geläuf war Leverkusen von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. Die Rangers versuchten dagegen immer wieder Nadelstiche zu setzen und wurden bei jeder gelungenen Aktion vom Publikum frenetische nach vorne gepeitscht.


Wirklich Nennenswertes passierte in den ersten 30 Minuten nicht. Die Partie spielte sich hauptsächlich zwischen beiden Strafräumen ab - eine Torgelegenheit hatte keines der beiden Teams. Kurz danach kam Leverkusen dann aber doch mal in die gefährliche Zone - und darauf resultierte eine lange VAR-Unterbrechung. Aranguiz wollte den Ball nach innen flanken, Rangers-Verteidiger Edmundson blockte den Ball aber mit der Hand ab. Nach Studium der Bilder gab es zu Recht Strafstoß.


Kai Havertz, an diesem Abend Kapitän der Werkself, hatte in der 37. Minute keine Mühe aus elf Metern einzuschieben. 1:0 für Bayer 04! Gegen harmlose Schotten ging es mit diesem Ergebnis auch in die Kabine.


Die Rangers hatten lediglich zwei Ballkontakte im Bayer-Strafraum, Leverkusen dominierte mit 74 Prozent Ballbesitz und 90 Prozent Passquote.


Mehr Action in Durchgang zwei - Leverkusen bringt Sieg über die Ziellinie


Die Rangers kamen etwas mutiger und schwungvoller aus der Kabine. In der 55. Minute hatten die Hausherren ihre beste Chance: Morelos scheiterte aus vollem Lauf aber an Hradecky, der den Abschluss auf das kurze Eck zur Ecke abwehren konnte.

Leverkusen hatte nun nicht mehr die Kontrolle über das Geschehen. In der 63. Minute verhinderte Tah den Ausgleich, nachdem Tapsoba leichtsinnig den Ball herschenkte, der deutsche Nationalverteidiger den Ball aber vor dem einschussbereiten Morelos weggrätschte.


Auf der Gegenseite hatte Aranguiz nach einem Eckball eine große Chance, sein Schuss wurde aber auf der Linie von Davis weggeköpft. Nur kurz darauf machte es der Chilene aber besser: Aranguiz nahm in der 67. Minute den Ball per Dropkick und schloss aus gut 15 Metern unhaltbar zum 2:0 für Bayer ab.

Danach reagiert Bosz und stellte von Dreier- auf Viererkette um. Tapsoba machte Platz für Paulinho, Dragovic und Tah bildeten zusammen mit Weiser (rechts) und Wendell (links) die Viererabwehr. Paulinho sollte in der zentrale für ein Übergewicht sorgen.


Nach dem zweiten Gegentor ließ die Gegenwehr der Rangers wieder merklich nach - zunächst. Denn nach 75. Minute sorgte Edmundson nach einem Eckball für den Anschluss. Edmundson stand völlig frei an der Fünfmeterraum-Kante und musste nur noch einnicken. Anders als die Rangers hatte Bayer keinen Spieler am Pfosten stehen, der den Kopfball hätte klären können.


Nur drei Minuten später hatte Barisic den Ausgleich per Freistoß auf dem Fuß, zirkelte die Kugel aber knapp am Winkel vorbei. Auf der Gegenseite zeigte auch Aranguiz seine Freistoß-Künste. Von linker Position rechnete Rangers-Keeper McGregor mit einer Flanke, der Chilene zog aber direkt aufs Tor und traf die Latte - McGregor war mit den Fingerspitzen noch dran.

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In der Schlussphase wurden die Hausherren vor allem über Standards nochmal gefährlich, Bayer 04 verteidigte aber gekonnt und setzt durch den eingewechselten Leon Bailey offensiv sogar noch den Schlusspunkt. Der Jamaikaner setzte sich im Strafraum gut durch und schlenzte den Ball mit rechts ins lange Eck. 3:1 in der 88. Minute!


Ein Ergebnis mit dem für Leverkusen die Tür fürs Viertelfinale meilenweit geöffnet ist. Im Rückspiel kommenden Donnerstag, das - Stand jetzt - als Geisterspiel ausgetragen wird, sollte der Bundesligist keine all zu große Mühe mehr haben, die in die Runde der letzten Acht einzuziehen.