Nach dem BVB legte auch die Frankfurter Eintracht in Geisterspiel-Atmosphäre einen Gruselauftritt auf europäischer Bühne hin. Mit 0:3 mussten sich die Adler den Gästen aus Basel geschlagen geben und können die Europa-League-Saison nach dem Achtelfinal-Hinspiel bereits so gut wie abhaken.


Tore:

0:1 - Campo (27.)

0:2 - Bua (73.)

0:3 - Frei (85


​Zu den offiziellen Aufstellungen


Gerade in Frankfurt ist die Geisterspiel-Atmosphäre besonders absurd, wenn man die stimmungsvollen Europapokalnächte in der Commerzbank-Arena im Kopf hat. Am Donnerstagabend blieben die Ränge aber leider leer.

​​​Vor der Partie gab die SGE bekannt, dass nach jetzigem Stand auch das Rückspiel ohne Zuschauer in Frankfurt ausgetragen werden soll. Wie sinnvoll diese Meldung ist, bleibt fraglich, angesichts des drohenden Abbruchs des kompletten Wettbewerbs.


In die offizielle Heimpartie gegen den FC Basel startete das Hütter-Team mit einer Art 4-3-3-Formation. Hasebe bildete mit Sow und Rode die Mittelfeld-Zentrale. Davor kamen Kamada und Kostic über die Außen und Silva gab den einzigen nominellen Stürmer.


Die Partie verlief zu Beginn wie erwartet: Basel war auf eine stabile Defensive bedacht, die Eintracht versucht Druck zu entwickeln und agierte mit der letzten Reihe sehr hoch. Wirkliche Gefahr strahlte die ​SGE aber nicht aus - der Hütter-Elf fiel gegen tief stehende Schweizer nicht sonderlich viel ein. Lediglich Rode sorgte in der achten Minute mit einem Fernschuss aus rund 20 Metern für Gefahr, sein Schuss verfehlte das Tor nur knapp.


Und so führte ein Konter der Basler zu einem Freistoß und zur ersten Gelegenheit. Campo legte sich in der 27. Minute den Ball zurecht und zirkelte einen überragenden Freistoß über die Mauer, der unhaltbar für Trapp im SGE-Tor einschlug.


Mit dem knappen Rückstand aus Eintracht-Sicht ging es dann auch in die Kabine.


Basel schockt die Eintracht auch in der zweiten Halbzeit


In Hälfte zwei ein ähnliches Bild: Die Eintracht rannte an, schaffte es aber nur selten Torgelegenheiten herauszuspielen. Die beste hatte Toure in der 65. Minute. Der Rechtsverteidiger wurde im Strafraum freigespielt und zog mit der Innenseite ab. Der Ball landete aber nur am Basler Querbalken. Zwei Minuten später war es wieder Toure, der Omlin im Gästetor zu einer starken Parade zwang.


Mitten in eine SGE-Drangphase kam es nach 73 Minuten noch dicker - 0:2! Ein langer Ball vom FCB-Keeper rutschte durch, weil Hinteregger beim Kopfballduell das Nachsehen hatte. Die anschließende Zwei-zu-ein-Situation spielte Basel gekonnt aus, Bua musste nur noch einschieben.

Doch damit nicht genug, die Gäste erzielten auch noch den dritten Treffer. Wieder ein Konter, wieder stand ein Basel-Akteur völlig frei - und wieder zappelte den Ball im Netz. Frei markierte nach einer feinen Kombination in der 85. Minute das 0:3. Ein Ergebnis, mit dem die Eintracht schon mit eineinhalb Beinen vor dem Aus in der Europa League steht!


​​

Am Ende bleibt ein Abend zum Vergessen für die Frankfurter. Coronavirus hin - Geisterspiel her: Die Eintracht katapultierte sich mit einer gruseligen Vorstellung höchst selbst ins europäische Aus! Die Sorgenfalten am Main werden definitiv nicht kleiner!