Am 11. September im vergangenen Sommer ist es passiert: Jan Gyamerah zog sich eine schlimme Verletzung im Training zu. Diagnose: Wadenbeinbruch. Mittlerweile ist er wieder ins komplette Mannschaftstraining integriert worden. Nun könnte alles ganz schnell gehen und ein Startelfeinsatz scheint in Fürth immer wahrscheinlicher zu werden.


Der 24-Jährige spielte in der Trainingseinheit am Mittwoch die ganze Zeit über in der A-Elf. Cheftrainer Dieter Hecking ist immerhin zum Handeln gezwungen, im Winter rüstete der Verein bereits mit dem ​Gladbacher Verteidiger Jordan Beyer nach, lieh den 19-Jährigen bis zum Saisonende aus.


Nach dem 2:1-Sieg gegen den ​SSV Jahn Regensburg am letzten Wochenende zog sich der Defensivspieler jedoch eine Gehirnerschütterung zu, stieß unglücklich mit dem Regensburger Verteidiger Sebastian Nachreiner zusammen. Beyer musste verletzt vom Platz getragen werden und wird definitiv das Spiel gegen die ​SpVgg Greuther Fürth am Freitag um 18:30 Uhr verpassen. Es wird also wahrscheinlich ein Wechsel auf der rechten Verteidigerposition sein, der zeitlich nicht besser passen könnte.


Verletzungspech der HSV-Rechtsverteidiger

Beyer wurde immerhin primär ausgeliehen, um den Wegfall von Gyamerah gut zu kompensieren. Denn zuerst vertrat das HSV-Eigengewächs Josha Vagnoman den unter Hecking gesetzten Rechtsverteidiger Gyamerah. Und das durchaus souverän. Vagnoman zog sich dann aber ebenfalls eine lang andauernde Verletzung zu, erlitt einen Bruch im Fußwurzelknochen.


Somit schlug vorerst die Stunde von Khaled Narey, der eigentlich in der Offensive beheimatet ist. Narey hat jedoch schon mehrfach in seiner Fußballkarriere in der Defensive ausgeholfen, komplettes Neuland war es daher nicht für den 25-Jährigen. Trotzdem wirkte Narey oft zu unsicher, sorgte für viele Unsicherheiten in den Abwehrreihen und konnte schlussendlich nicht von sich überzeugen.

Jan Gyamerah

Schlug beim HSV komplett ein: Jan Gyamerah



Und wenn man nun den derzeitigen Trainingseinheiten Beachtung schenkt, dann sieht es ganz nach einem Blitzcomeback für Jan Gyamerah aus. Gyamerah kam zwar erst fünfmal für die ​Rothosen zum Einsatz, konnte jedoch alle mit seinen gezeigten Leistungen begeistern. 


Eigentlich wurde mit einem Comeback vom Ex-Bochumer erst nach der Länderspielpause gerechnet, die Zeichen stehen aber auf einen Startelfeinsatz gegen Fürth. Nun beginnt die heiße Endphase der Saison, es geht für den HSV um den Aufstieg in die ​Bundesliga. Umso schöner für die Fans vom HSV, für die Mannschaft und in erster Linie für Jan Gyamerah selbst, dass er nun wieder beim Aufstiegskampf mitwirken kann. Denn dies ist der große Wunsch von allen gewesen.