​Atlético Madrid hat im Champions League-Achtelfinale den Titelverteidiger FC Liverpool aus dem Rennen geworfen. Nach einer spektakulären Aufholjagd gewannen die Rojiblancos an der Anfield Road in der Verlängerung mit 3:2. Damit haben sie nicht nur einen der dicksten Brocken des Wettbewerbs - und amtierenden Titelträger -  aus dem Weg geräumt, sondern ganz nebenbei auch die Legende ihres Stadt-und Erzivalen Real Madrid ein klein wenig größer gemacht.


Denn die Blancos können sich nun weiterhin rühmen - zumindest bis zum Jahr 2022 -  der einzige Klub zu sein, dem es gelang, die Champions League-Trophäe zu verteidigen. Zwischen 2016 und 2018 gelang ihnen der finale Triumph sogar dreimal in Folge.  

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Viele - der Autor dieses Beitrages inbegriffen - haben es den Reds durchaus zugetraut, in die Fußstapfen von Real zu treten und ihrerseits womöglich sogar eine kleine Champions League-Dynastie zu errichten, analog zu ihrer Hochzeit Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre, als sie zwischen 1977 und 1985 (bis zur Tragödie von Heysel) insgesamt fünf Mal im Finale des Europapokals der Landesmeister (des Vorgängerwettbewerbs der Champions League) standen. Viermal (1977, 1978, 1981 und 1984) holten sie sich dann auch den Titel. 


Vier vormalige Champions-League-Finalisten ausgeschieden


Doch aus einer neuen Reds-Ära im höchsten europäischen Cup-Wettbewerb wird erstmal nichts - der Champions League-Sieger 2020 wird nicht FC Liverpool heißen. Und auch nicht Tottenham Hotspur, FC Valencia oder Borussia Dortmund. Somit sind in dieser Woche vier Klubs aus der Königsklasse ausgeschieden, die in den letzten zwanzig Jahren mindestens einmal das Finale derselben erreicht haben. Sollte der Trend anhalten, müssen sich der FC Barcelona, Real Madrid und Juventus Turin kommende Woche ernsthaft Sorgen machen.