In einer für ​Fortuna Düsseldorf sehr schwierigen Saison könnte am Ende der Abstieg in die zweite Liga stehen - ein Befreiungsschlag blieb bisher aus. Sollte man den Gang in die zweite Liga antreten müssen, scheint eine Art Neuanfang im Kader unausweichlich.


Nach dem Aufstieg konnte sich Fortuna Düsseldorf im ersten Jahr zurück in der Bundesliga beinahe mit Glanz und Gloria in der obersten Klasse halten. Der zehnte Tabellenplatz brachte die Fortunen in eine sehr sichere Position, die man sich schon im Laufe der Saison verdient hatte. In dieser Saison sieht es jedoch anders aus: Der akute Abstiegskampf begleitet den Verein schon seit Saisonbeginn. 


Düsseldorf könnte zahlreiche Spieler verlieren - Kownacki und Ayhan wecken Interesse


Nun könnten Düsseldorf drastische Veränderungen drohen. Nachdem man sich bereits Ende Januar von Kult-Trainer Friedhelm Funkel trennte und stattdessen Uwe Rösler als neuen Coach einstellte, wird es wohl auch innerhalb der Mannschaft Personalveränderungen geben. Laut Sportbild erscheint es wahrscheinlich, dass im Falle des Abstiegs ganze 16 Spieler den Verein verlassen könnten bzw. müssten. Die Fortuna soll mit einem Kader-Etat von etwa 20 Millionen Euro für die zweite Liga planen (rund 30 Millionen Euro beim Klassenerhalt). 

Kaan Ayhan

Auch Kaan Ayhan würde die Fortuna wohl nicht in die zweite Liga begleiten



Sollte man tatsächlich absteigen, dürften vor allem einige Leihspieler den Klub verlassen. Neben Torwart Zack Steffen, der zu ​Manchester City zurückkehren wird, würde dies u. a. Steven Skrzybski von ​Schalke 04, Erik Thommy vom ​VfB Stuttgart, Zanka von Fenerbahce Istanbul, sowie zwei weitere Spieler (Valon Berisha und Kasim Adams) betreffen. Da zudem zahlreiche Verträge im kommenden Sommer auslaufen, dürfte es auch hier den einen oder anderen Abgang geben. Genannt werden vor allem Spieler wie Oliver Fink, Michael Rensing oder Adam Bodzek. 


Mit Leihspielern und auslaufenden Verträgen jedoch noch nicht genug: Auch Spieler wie Kevin Stöger oder Markus Suttner werden als potenzielle Abgänge aufgelistet, ebenso wie Dawid Kownacki. Auch an Kaan Ayhan werden andere Vereine interessiert sein. Sollte man tatsächlich absteigen, benötigt es eine Art Neustart. Dafür sollen derzeit rund 2,5 Millionen Euro für Ausrichtungen am Kader eingeplant sein - sechs Millionen Euro, wenn man in der Bundesliga bleibt. Sportvorstand Lutz Pfannenstiel, der zum Sommer seinen Posten auf privaten Gründen an Scouting-Chef Uwe Klein abgeben wird, hat in den nächsten Monaten wohl noch einiges an Planung vor sich.