Das sportliche Geschehen ist bei Vereinen und Verbänden aufgrund des Coronavirus in den Hintergrund gerückt. Der Spielbetrieb geht vorerst trotzdem weiter, weshalb für Eintracht Frankfurt das Europa-League-Spiel gegen den FC Basel auf dem Programm steht. Adi Hütter will gemeinsam mit den Zuschauern ein erfolgreiches Hinspiel feiern, bevor Fans zur Vorsichtsmaßnahme nicht mehr auf die Tribünen dürfen. Auf welche Spieler er zurückgreifen wird, ist nach der Pleite gegen Leverkusen offen.


Das Coronavirus beherrscht auch im Sport die Berichterstattung. Noch gehen die Spiele ganz normal weiter, doch nach den angekündigten ​Geisterspielen in der Bundesliga, der Unterbrechung des Spielbetriebs in Italien, Debatten um eine Verschiebung der Europameisterschaft und nicht zuletzt dem Abbruch des Spielbetriebs in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist unklar, wie die DFL, der DFB ​und auch die UEFA verfahren werden.

Am Donnerstagabend wird die Commerzbank Arena Fans der Frankfurter Eintracht sowie dem FC Basel empfangen. Ob, wann und wo das Rückspiel stattfinden wird, ist derweil unklar; im St. Jakob-Park, der Heimspielstätte des FCB, jedenfalls nicht. "Wir gehen davon aus, dass es morgen vorerst mal das letzte Spiel vor eigenen Zuschauern sein wird. Deshalb wollen wir die Partie morgen mit unseren Fans im Rücken natürlich noch mal genießen", kündigte Adi Hütter auf der Pressekonferenz am Mittwoch an. Auch Mittelfeldspieler Djibril Sow, der gemeinsam mit seinem Coach Rede und Antwort stand, will für die Fans noch einmal alles geben: "Für uns als Spieler ist es morgen vermutlich die vorerst letzte Möglichkeit, in diesem Stadion vor diesen wunderbaren Fans zu spielen. Dementsprechend sind wir motiviert bis in die Haarspitzen."


Warnung vor Basel: Hütter und Sow sprechen aus Erfahrung


Mit Red Bull Salzburg überwand die SGE die größte Hürde des österreichischen Fußballs, mit Basel wartet nun der 20-fache Meister aus der Schweiz. Von 2010 bis 2017 feierte der FCB acht Titel in Serie, erst Adi Hütter, damals Trainer der BSC Young Boys, stoppte die Dauerfete vor zwei Jahren. "Basel ist ein großer Verein in der Schweiz, der international viel Erfahrung hat. Sie spielen eine gute Runde und werden uns fordern", weiß er - genau wie Sow, der 2017 aus Gladbach nach Bern wechselte und die Meisterschaft in der abgelaufenen Saison verteidigte. "Der FC Basel war jahrelang die klare Nummer eins in der Schweiz. Auch wenn in der Liga neue Konkurrenten für sie hinzugekommen sind, spielen sie in der Europa League eine sehr gute Runde. Das wird eine große Herausforderung für uns." 

Hütter bleibt zuversichtlich


Frankfurt selbst wechselt zwischen Licht und Schatten. Im eigenen Stadion ist die Mannschaft nur schwer zu knacken, auswärts gab es in der Bundesliga zuletzt zweimal ein 0:4. "Wir müssen eine Reaktion zeigen auf das schlechte Spiel in Leverkusen", forderte Hütter, der dennoch lobende Worte fand und Zuversicht ausstrahlte: "Es ist März, wir sind in drei Wettbewerben dabei. Ich bin überzeugt, dass wir morgen eine sehr gute Leistung bringen werden." 


Personell gibt es nichts zu beanstanden, "von den Langzeitverletzten abgesehen sind alle Spieler für morgen an Bord", verkündete der Österreicher. Im 4-2-3-1 dürften wieder einmal Almamy Touré, David Abraham und Martin Hinteregger in der Viererkette beginnen. Offen ist, ob Evan N'Dicka nach seinem schwachen Auftritt am Wochenende eine weitere Chance erhält oder von Erik Durm abgelöst wird. Im defensiven Mittelfeld dürften Sebastian Rode und Stefan Ilsanker beginnen, weiter vorne erhalten voraussichtlich Timothy Chandler, Daichi Kamada und Filip Kostic den Vorzug, während André Silva in der Sturmspitze gesetzt ist.


Die voraussichtliche Aufstellung der Eintracht im Überblick: