Stürmer. 24 Jahre jung. Wettbewerbsübergreifende 27 Tore in 36 Spielen. Deutscher Nationalspieler. Ein Fußballspieler mit derartigen Charakteristika und Leistungsdaten kostet in diesen verrückten Zeiten gerne mal um die 100 Millionen Euro. Doch dank einer Ausstiegsklausel kann ​Timo Werner seinen aktuellen Klub ​RB Leipzig in diesem Sommer schon für schlappe 60 Millionen verlassen. Das ruft selbstverständlicherweise alle Großklubs Europas auf den Plan.


Ganz vorne dabei: der FC Liverpool. Dessen Coach Jürgen Klopp soll nach englischen Medienberichten wild entschlossen sein, den deutschen Nationalspieler an den Mersey zu locken. Doch auch andere Big Shots haben längst ein Auge auf den pfeilschnellen Angreifer geworfen. 


Bei Barça ist Werner wohl "nur" Plan B - hinter Lautaro Martínez


Wie z.B. auch der ​FC Barcelona. Der soll zwar stark an einer Verpflichtung des argentinischen Stürmers Lautaro Martínez von Inter Mailand arbeiten, behält sich aber natürlich auch andere Optionen vor. Zumal Martínez wohl deutlich mehr kosten würde als Werner. Die Ausstiegsklausel des Inter-Stürmers sieht einen Betrag von kolportierten 110 Millionen Euro vor. 


Und wen hat Inter Mailand als Martínez' Nachfolger auf dem Zettel? Natürlich Timo Werner.  

Für RB - und auch Werner, der mittlerweile keinen Hehl mehr daraus macht, sich ein Engagement bei einem Topklub im Ausland vorstellen zu können - sicherlich eine komfortable Situation. Entspannt können sie sich die demnächst reinflatternden Angebote angucken - und dann am Ende entscheiden. 


Werner selbst hatte sich zuletzt zwar mit einigen positiven Aussagen über den FC Liverpool als Kandidat für die Reds ins Spiel gebracht, aber auch ähnliche Kommentare über andere Vereine gemacht. Man würde es ihm bedingungslos glauben, wenn er heute sagte, dass er selbst noch nicht weiß, wohin die Reise ab diesem Sommer für ihn geht. 


Verbleib in Leipzig nicht gänzlich ausgeschlossen


Selbst ein Verbleib bei RB Leipzig ist nicht gänzlich ausgeschlossen. Dafür spricht: er ist mit seinen 24 Jahren noch ziemlich jung - und in RB findet er aktuell ein sportliches (und wohl auch menschliches) Umfeld vor, wie es ihm so keiner der genannten Vereine im Ausland bieten kann. Seit Dienstagabend darf er sich zudem ganz offiziell "Viertelfinalist der Champions League" nennen. Das ist zwar kein Titel, zeigt aber, was in der Messestadt in den kommenden Wochen und Monaten (und perspektivisch, Jahren) möglich ist. Und auch seine Aussage, dass er sich schon auch frage, ob er nicht sogar bei seiner "Mannschaft bleiben möchte, um etwas Großartiges zu erreichen" dürfte die Hoffnungen der Leipziger auf seinen (vorläufigen) Verbleib genährt haben.


Also: viele Interessenten, viele Optionen, viele Gerüchte - doch Werner tut gut daran, dies alles erstmal auszublenden, um auf Klubebene mit RB Leipzig und mit der Nationalmannschaft bei der EM im Sommer größtmöglichen Erfolg zu haben. Das Interesse der großen Klubs dieser Welt wird dann erfahrungsgemäß noch größer.