Neymar Junior

Diese Spieler haben die Champions League und die Copa Libertadores gewonnen

Im Vereinsfußball gelten die kontinentalen Titel als die wichtigsten Errungenschaften: In Europa ist es die Champions League, in Südamerika die Copa Libertadores. Nur wenigen Spielern ist es im Verlaufe ihrer Karriere gelungen, beide Titel zu gewinnen - die meisten davon stammen aus Brasilien.

1. Rafinha

Als Rafinha 2011 vom FC Genua nach Deutschland zurückkehrte und sich dem FC Bayern anschloss, dann sicher auch deshalb, um ein paar Titel zu gewinnen - bis dato ging der Rechtsverteidiger nämlich in seiner gesamten Karriere leer aus. In seiner ersten Saison in München wurde daraus auch noch nichts, 2013 holte er dann aber das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Am Ende holte Rafinha ganze 18 Titel mit dem FC Bayern, bevor es ihn im vergangenen Sommer zurück in die Heimat zu Flamengo verschlug. Nur wenige Monate nach seinem Wechsel stand der 34-Jährige auch schon im Finale der Copa Libertadores - und gewann sie im Finale mit 2:1 gegen River Plate.

2. Danilo

Schon mit 19 Jahren war Danilo Stammspieler beim FC Santos und stand 2011 im Copa Libertadores-Finale gegen den uruguayischen Klub CA Peñarol. Nach einem 0:0 im Hinspiel gewann Santos das Rückspiel 2:1, den zweiten Treffer markierte Danilo. Zu diesem Zeitpunkt war der Rechtsverteidiger schon zum FC Porto gewechselt und lediglich noch an Santos ausgeliehen, Anfang 2012 ging es dann fest nach Portugal und drei Jahre später zu Real Madrid. Bei den Königlichen holte Danilo 2016 und 2017 den Champions-League-Titel, mittlerweile kickt er für Juventus.

3. Neymar

Beim Copa-Libertadores-Sieg des FC Santos 2011 stand neben Danilo ein weiterer Akteur auf dem Rasen, der später auch noch die Champions League gewinnen sollte: Neymar. Der damals 19-Jährige erzielte im Final-Rückspiel das 1:0, anders als Danilo wechselte er aber erst 2013 nach Europa. Mit dem FC Barcelona holte Neymar 2015 den Champions-League-Titel und wurde Torschützenkönig in der Königsklasse.

4. Ronaldinho

Ronaldinho hat gar nicht so unglaublich viele Titel gewonnen, wie man vielleicht meinen würde, dafür aber alle Großen: Der Brasilianer wurde Weltmeister, gewann mit seinem Heimatland die Copa America und holte eben auch die Copa Libertadores sowie die Champions League. Letzteres 2006 mit dem FC Barcelona, die Copa im Herbst seiner Karriere 2013 mit Atletico Mineiro. Heute hat Ronaldinho ganz andere Probleme. 

5. Cafu

Schon im jungen Alter von 22 bzw. 23 Jahren gewann Cafu gleich zweimal in Folge die Copa Libertadores mit dem FC Sao Paulo. Nach einem kurzen Gastspiel bei Real Saragossa 1995 versucht sich Cafu zwei Jahre später erneut in Europa bei der AS Rom, mit der er immerhin italienischer Meister und Superpokalsieger wurde. Die Champions League gewann er dann aber erst kurz vor seinem Karriereende mit der AC Mailand 2007.

6. Roque Junior

Immerhin einen Einsatz konnte Roque Junior beim Champions-League-Sieg mit der AC Mailand 2003 verbuchen. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits Weltmeister und Copa-Libertadores-Sieger mit Palmeiras 1999. Von 2004 bis 2008 spielte Roque Junior dann sogar noch in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen und dem MSV Duisburg.

7. Dida

1997 gewann der 24-jährige Dida mit Cruzeiro Belo Horizonte die Copa Libertadores, zwei Jahre später wechselte er zur AC Mailand. Bevor er dort richtig Fuß fasste, sollte es aber noch drei Jahre und mehrere Leihen zurück in die Heimat dauern. Ab 2002 war Dida dann Stammkeeper bei Milan und holte prompt die Champions League. 2007 gelang es ihm ein zweites Mal.

8. Walter Samuel

Der erste von zwei Argentiniern in der Reihe der Spieler, die sowohl die Champions League als auch die Copa Libertadores gewinnen konnten: Walter Samuel. 2000 holte er sich den südamerikanischen Kontinentalcup mit den Boca Juniors und wechselte anschließend zur AS Rom. Über Real Madrid ging es schließlich zu Inter Mailand, wo er 2010 den FC Bayern im Finale schlug und die Champions League gewann.

9. Juan Pablo Sorin

Im November 1995 spielte Juan Pablo Sorin 45 Minuten für Juventus Turin gegen Borussia Dortmund - das reichte, um ihm den Champions-League-Titel 1996 anzurechnen. Denn als Juve das Finale gegen Ajax Amsterdam gewann, war Sorin bereits wieder in seiner Heimat bei River Plate. In Buenos Aires gewann er im Juni 1996 die Copa Libertadores gegen America de Cali. Deutschen Fußballfans dürfte Sorin hauptsächlich als millionenschweres Missverständnis des Hamburger SV in Erinnerung bleiben.

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