​Der ​Hamburger SV ist schon fleißig am Basteln für den Kader der kommenden Saison. Und das unabhängig davon, in welcher Liga sich der Dino ab Juni wiederfinden wird. Einem Bericht der Rautenperle zufolge soll der Klub bereits Kontakt mit einem potentiellen Neuzugang geknüpft haben.


Und der ist ein alter Bekannter in den Planspielen der Hamburger: ​Niklas Dorsch, zur Zeit beim Liga-Konkurrenten FC Heidenheim unter Vertrag, soll zum HSV. So zumindest der Wunsch der Hanseaten.


Der U21-Nationalspieler (vier Spiele, ein Tor) durchschritt sämtliche Jugendabteilungen des FC Bayern München, ehe er vor zwei Jahren ablösefrei (und mangels Perspektiven beim Rekordmeister) nach Heidenheim ging. 


Im weitaus beschaulicheren Umfeld der Region Ostwürttemberg entwickelte sich Dorsch phänomenal, wurde zum absoluten Stammspieler (letzte Saison 30 Ligaspiel-Einsätze, die meisten davon fast über die volle Distanz) und ist im Schema von Trainer Frank Schmitt ein unverzichtbares Element. Dorschs angestammte Position ist das defensive Mittelfeld - er wäre somit als Ersatz für den im Sommer zum FC Bayern wechselnden Adrian Fein eingeplant. Doch er kann auch offensiv - wie er bei seinen Einsätzen für die diversen deutschen Jugend-Nationalmannschaften (von U15 bis zur U21) unter Beweis gestellt hat. 


Schon im letzten Sommer hatte der HSV Interesse an Dorsch


Bereits im vergangenen Sommer waren die Hamburger an ihm dran, am Ende aber nicht gewillt, den Ablöseforderungen der Heidenheimer (die für ihn drei Millionen Euro aufriefen) nachzukommen. Der HSV entschied sich am Ende für eine Leihe von Adrian Fein und den ablösefreien Jeremy Dudziak vom FC St.Pauli. 


Aktuell liegt der Marktwerkt von Dorsch, dessen Vertrag bei den Heidenheimern im Sommer nächsten Jahres endet, bei fünf Millionen Euro. Den Hamburgern könnte dieser Umstand in die Karten spielen, doch ein Betrag von weniger als besagten drei Millionen Euro erscheint unwahrscheinlich. Zumal der HSV nicht der einzige Klub ist, der sich für Dorsch interessiert. Im vergangenen Jahr soll auch der schottische Serienmeister Celtic Glasgow an ihm dran gewesen sein. 


Doch die Anzeichen für einen Wechsel nach Hamburg verdichten sich. Schließlich war er zusammen mit seinem Berater Christian Nerlinger und HSV-Cotrainer Tobias Schweinsteiger am Montag im Flieger von München nach Hamburg. Schweinsteiger sprach in diesem Zusammenhang von einem rein zufälligen Aufeinandertreffen. Und auch die Dorsch-Seite wollte auf Nachfrage der Rautenperle kein Statement abgeben - dementierte allerdings auch nichts. 


Sollte der Dorsch-Transfer tatsächlich realisiert werden, hätte der HSV auf der Sechser-Position quasi schon seine Hausaufgaben gemacht: denn im Winter wurde bereits der Transfer des belgischen U19-Talents Amadou Onana (kommt im Sommer ablösefrei aus Hoffenheim) festgezurrt. Wichtig dabei: Sowohl Onana als auch Dorsch wären langfristig eingeplant, und  somit keine Leihspieler auf der neuralgischen Sechser-Position. Anscheinend wollen die Bosse im Volkspark vermeiden, dass sich die Fälle von Orel Mangala und Adrian Fein wiederholen. Beide Sechser spielten bekanntlich nur auf Abruf in der Elbmetropole - und waren am Ende, auch aufgrund ihrer starken Leistungen beim HSV, nicht zu halten.