Der Traum des ​FC Barcelona, den verlorenen Sohn ​Neymar wieder zurück ins Nou Camp zu holen, könnte in diesem Sommer wahr werden. Prallten die Katalanen noch im letzten Jahr an der Unbeugsamkeit der katarischen Besitzer von PSG ab, könnte ihnen in diesem Jahr eine FIFA-Klausel helfen. 


Der Spieler selbst ist sich schon lange handelseinig mit seinem ehemaligen Klub. Bereits in der vergangenen Spielzeit versuchte der Brasilianer mit allen Tricks die Freigabe seines Klubs zu erzwingen, doch ohne den gewünschten Erfolg. Aber eine Klausel in den Transferbestimmungen der FIFA sieht vor, dass ein Spieler, wenn er vor seinem 28. Lebensjahr einen Vertrag unterschreibt, er nach Ablauf der "Schutzperiode" (3 Jahre) das Recht hat, den Verein zu wechseln. Natürlich gegen eine entsprechende Ablösesumme. Die soll, nach Informationen der in der Regeln sehr gut informierten Mundo Deportivo, bei rund 180 Millionen Euro liegen​. 


Barça geht bei Neymar "all in"!


180 Millionen für einen nicht mehr ganz jungen Spieler, der zudem bei seinem Abgang aus Barcelona vor drei Jahren für erhebliche Dissonanzen gesorgt hat - Barça ginge mit der Verpflichtung Neymars sicherlich ein hohes finanzielles Risiko. Zumal er nicht für einen Apfel und ein Ei am Mittelmeer spielen wird. Seine Bezüge werden sich an denen orientieren, die bei seinem ersten Engagement in Barcelona fixiert waren. Heißt: 24 Millionen Euro jährlich. Bei einem handelsüblichen Dreijahres-Vertrag reden wir hier also über ein Gesamtpaket von etwas mehr als 250 Millionen Euro! 


So ganz erschließt sich dem neutralen Beobachter diese Operation nicht. Und nicht nur dem. Auch klub-intern gibt es heftige Kontroversen bezüglich dieser Rückholaktion. Viele im Verein sehen darin die ersten Spatenstiche zur Grabschaufelung des Renommierklubs. Zumal die Verletzungsanfälligkeit des Spielers in den letzten drei Jahren sicherlich nicht geringer geworden ist. Und aus meiner Erinnerung heraus war Neymar zu seiner Barça-Zeit auch nicht unbedingt der alles überstrahlende Superstar, der den Katalanen Sieg um Sieg eingebracht hat. Viel mehr stand er klar im Schatten von Messi. Ok, das gilt für fast alle. Aber auch von Luis Suárez. Letzten Endes war ja dies auch einer der Hauptgründe für Neymars Weggang: er wollte mehr Protagonismus, um irgendwann mal Weltfußballer zu werden. 


PSG will unbedingt Mbappé halten


Sicherlich spielt den Azulgrana in dem angestrebten Deal auch in die Karten, dass PSG in den kommenden Monaten alles versuchen wird, um ihren französischen Superstar Kylian Mbappé in der Stadt der Liebe zu halten. Dem 21-Jährigen dürfte eine saftige Gehaltserhöhung winken - die natürlich leichter zu stemmen ist, wenn ein Großverdiener weniger im Kader ist.