Erneute Anfeindungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp beim Spiel gegen den ​FC Bayern. Die Spieler protestierten, Hopp erfuhr viel Solidarität. Gegenüber Sport1 bezog der 79-Jährige nun Stellung.


Es waren wieder einmal unschöne Szenen. Eine Gruppe der mitgereisten Bayern-Fans hielt schmähende Plakate gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hoch, der Schiedsrichter unterbrach die Partie gemäß dem Protokoll zwei Mal, ehe die Spieler auf dem Platz für die letzten Minuten den Spielbetrieb einstellten und damit ein klares Zeichen setzten.

Karl-Heinz Rummenigge,Dietmar Hopp

Von Seiten der Bayern-Verantwortlichen erhielt Hopp viel Zuspruch. Auch der DFB - der es bei ähnlichen Thematiken (ob Rassismus oder Sexismus) verpasste, Zeichen zu setzen - solidarisierte sich mit dem Milliardär. "Mir geht es den Umständen entsprechend. Ich habe soviel zu tun, sitze am Schreibtisch und mache meine Arbeit", erklärte Hopp am Sonntag gegenüber Sport1. "Es ist leider eine neue Dimension erreicht. Ich habe diese Solidarität gesehen und gespürt und es ist natürlich eine große Hilfe, dass da jetzt durchgegriffen wird."


Hopp sucht keinen Dialog 


Einen Dialog mit den Unruhestiftern strebe Hopp nicht an. Noch wolle er dem Stadion künftig fernbleiben: "Ein Gespräch mit diesen Personen will ich nicht, das ist sinnlos, die leben in einer anderen Welt. Mit denen will und kann ich gar nicht reden, ich wüsste gar nicht, was ich denen sagen soll", so der 79-Jährige. "Warum soll ich nicht mehr in mein Stadion gehen? Die Personen, die das anrichten, müssen dann halt weg bleiben. Ich warte jetzt gespannt ab, wie das jetzt alles ins Rollen kommt."


Hopp wurde in den vergangenen Tagen und Monaten immer zur Zielscheibe für gewisse Fan-Gruppierungen. "Wenn ich nur im Entferntesten wüsste, was diese Idioten von mir wollen, dann würde es mir alles leichter fallen das zu verstehen. Ich kann mir nicht erklären, warum die mich so anfeinden. Das erinnert an ganz dunkle Zeiten", führte Hoffenheims Mäzen an.