Jetzt wird es zur wahren Schlammschlacht bei ​Hertha BSC. Nach den heftigen Vorwürfen von Jürgen Klinsmann gegen alle und jeden im Klub, hat nun Manager Michael Preetz reagiert: "Mit großer Betroffenheit" habe er ​die in der Sportbild veröffentlichten Attacken Klinsmanns zur Kenntnis genommen. Vor allem auf ihn hatte sich Klinsmanns Rundum-Schelte konzentriert. 


"Ich halte das aus, ich bin stabil, da können sie sicher ein", sagte Preetz heute gegenüber dem kicker. Doch vor allem die Anschuldigungen und Vorwürfe gegen die medizinische Abteilung wollte Preetz nicht unkommentiert lassen - und holte seinerseits die verbale Keule raus: "Die gleichermaßen widerlichen wie unverschämten Angriffe auf die Mitarbeiter unserer Medienabteilung und der medizinischen Abteilung weise ich wirklich aufs Schärfste zurück. Das ist einfach nur perfide, das ist ungehörig. Das sind alles Menschen, die 24 Stunden rund um die Uhr für diesen Verein arbeiten." 


Im Raum stehen nun eventuelle rechtliche Schritte, die der Verein gegen Klinsmann vornehmen könnte. Bestätigen wollte Preetz dies zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht: "Wir behalten uns rechtliche Schritte vor. Unstrittig ist, dass der Verein mit einer solchen Aktion Schaden nimmt."


Klinsmanns Vorwürfe "widerlich, unverschämt und schäbig"


Preetz wies desweiteren darauf hin, dass während der zehnwöchigen Zusammenarbeit die nun erhobenen Vorwürfe kein einziges Mal von Klinsmann im internen Kreis angesprochen worden seien. In dieselbe Kerbe wie sein Manager schlug auch Klub-Präsident Wolfgang Gegenbauer: 

"Für uns sind weder der Inhalt des Schreibens noch die Art und Weise des Vorgehens seitens Jürgen Klinsmann und seiner Berater Andre Gross und Roland Eitel nachvollziehbar." 


Die "absurden Behauptungen" seien in Gegenbauers Augen vielmehr der Versuch Klinsmanns, seinen Rücktritt zu rechtfertigen. Auch Gegenbauer verurteilte vor allem die Auslassungen über den medizinischen Staff - und dies in nicht minder harscher Form: "Die schäbigen Anschuldigungen gegen die Mitarbeiter der Abteilungen Medizin und Medien weisen wir entschieden zurück." 


Widerlich, unverschämt und schäbig - so extrem hat sich das Bild des vor knapp zwei Monaten als Hoffnungsträger inthronisierten Jürgen Klinsmann bei der Hertha gewandelt. Das letzte Wort dürfte in dieser Soap-Opera noch nicht gesprochen sein. Fortsetzung folgt...