Martin Schmidt wird beim FC Augsburg immer mehr Zielscheibe der Kritik. Zu unterschiedlich sind die Auftritte des FCA unter dem Trainer. Sollte sich das Team bis zum Sommer nicht stabilisieren, könnte dies dem Schweizer den Job kosten. Akut gefährdet ist dieser aber nicht.


​Seit 30 Spielen sitzt Martin Schmidt auf der Trainerbank des ​FC Augsburg. Nach dem zwischenzeitlichen Höhenflug mit fünf Siegen und einem Remis in Serie, zeigt die Kurve in der Fuggerstadt wieder steil nach unten. Nur vier Zähler konnte der FCA aus den vergangenen sieben ​Bundesliga-Spielen sammeln. In der Tabelle bedeutet das zwar ein noch beruhigender Rang zwölf mit sieben Zähler auf Düsseldorf auf dem Relegationsplatz - die Kritik am Schweizer Übungsleiter wächst dennoch.


Schmidt reagiert auf Ergebnisse über


Zu häufig kassieren die Augsburger viele Gegentore. Schon viermal waren es satte fünf in einer Partie. Oft folgte einem solch stürmischen Auftritt im nächsten Spiel das exakte Gegenteil. Intern, so die Sportbild, wird Schmidt vorgeworfen seine Trainingsinhalte zu sehr an kurzfristige Ziele anzupassen. Bedeutet: Nach einem Spiel mit vielen Gegentoren steht vornehmlich Abwehrarbeit auf dem Programm.


Augsburg ist kein stabiles Gebilde


Weitere Kritikpunkte: Langjährige Leistungsträger wie Daniel Baier, Alfred Finnbogason, Jeffrey Gouweleeuw oder Rani Khedira werden vom Coach kaum einbezogen. Es fehle ein stabiles Grundgerüst. Dieses hätte Schmidt mit seiner öffentlichen Kritik am ohnehin schon schwächelnden Keeper Tomas Koubek weiter destabilisiert. "Man hat nicht mehr eine klare Nummer eins", sagte Schmidt nach der 0:5-Pleite in Frankfurt.


Akut gefährdet sei sein Job zwar nicht - sollte aber keine Entwicklung zu erkennen sein, ist es nicht unwahrscheinlich, dass man sich im Sommer trennt. Schmidts aktueller Vertrag in Augsburg ist noch bis 2021 gültig.