Bei ​Werder Bremen liegen die Nerven blank. Die Stimmung im Training wird von Woche zu Woche gereizter. Nun musste Trainer Florian Kohfeldt seinen Stürmer Yuya Osako zusammenstauchen.


Werder hat Abstiegsangst! Den Norddeutschen ist die Nervosität deutlich anzumerken. In dieser Woche wurde sogar die Stimmung im Training deutlich verschärfter. Nach fünf Niederlagen in Folge musste Kohfeldt seine Wut einmal herausbrüllen. Sport1 veröffentlichte ein Video des Vorfalls.


Als Yuya Osako in einer Einheit einen Abschluss vermasselte, legte sich der Übungsleiter mit dem Japaner an. "Yuya! Schieß ihm den scheiß Ball in die Fresse oder er geht ins Tor. Wir haben seit acht Spielen kein Tor geschossen", so der Trainer über den wiederholt zu schwachen Abschluss des Angreifers.


Werder Bremen: Kohfeldt fährt aus der Haut


Eine solche Schärfe war man von Werders Coach sonst nicht gewohnt. Doch die schweren Zeiten lassen auch Kohfeldt einmal übers Ziel hinaus schießen. Klar ist, dass speziell der Sturm der Bremer in einem tiefen Loch steckt und seit Monaten zu wenig Gefahr zeigt. Osako muss sich als einer der erhofften Leistungsträger die schlechten Leistungen ankreiden lassen.

Florian Kohfeldt

Auch bei Florian Kohfeldt hinterlässt die Krise ihre Spuren



Doch es sind nicht nur die harten Worte, mit denen der Übungsleiter seine Spieler wieder auf den richtigen Weg holen will. Nach dem emotionalen Ausbruch nahm Kohfeldt seinen Schützling in den Arm und erklärte ihm noch einmal in Ruhe die Situation. Mit den aufmunternden Gesten entschuldigte er sich fast schon für seine Wortwahl. Nicht nur dieser kleine Zwischenfall zeigt aber: bei Werder wird es immer unruhiger.