​Werder Bremen hat auf die Talfahrt und die anhaltenden Verletzungsprobleme reagiert und personelle Konsequenzen gezogen. Zwei Mitarbeiter müssen gehen, ein anderer wird von der Profimannschaft abgezogen.


Die vielen Verletzungsprobleme ziehen sich beim ​SV Werder wie ein roter Faden durch die Saison und sind sicherlich zu eine großen Teil mitverantwortlich, dass die Grün-Weißen aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz liegen und um den Klassenerhalt bangen müssen.


Als Konsequenz der vielen Verletzungen fällte man am Osterdeich die Entscheidung, "Chef-Physiotherapeut Uwe Schellhammer, der verantwortlich für die physiotherapeutische Arbeit war, mit sofortiger Wirkung freizustellen", wie es in der Pressemitteilung heißt. "Die Leitung des physiotherapeutischen Bereiches liegt ab sofort bei Mannschaftsarzt Dr. Daniel Hellermann." Schellhammer war erst im Sommer 2019 vom ​HSV zu den Werderanern gewechselt.


Neben Schellhammer wird Werder auch die Zusammenarbeit mit Sportpsychologe Andreas Marlovits beenden. Frank Baumann teilt mit: "Andreas hat die psychologische Begleitung der Mannschaft 2016 in einer sehr schwierigen Situation übernommen. Er hat in den letzten rund vier Jahren sehr gute Arbeit geleistet und seinen Anteil an der positiven Entwicklung gehabt. Nach dieser langen Zeit sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, die Zusammenarbeit zu beenden. Für die Mannschaft kann es in der aktuell sehr schwierigen Phase sinnvoll sein, einen neuen Impuls zu bekommen."

Prof. Dr. Andreas,Marlovits,Marco Bode,Tim Barten,Rauhut

Sportpsychologe Marlovits (li.) muss ebenfalls gehen



Zu guter Letzt kommt es auch bei Axel Dörrfuß, bisheriger Leiter der Abteilung Performance, zu einer Änderung. Dörrfuß wird von seinem Job rund um das Profiteam abgezogen - er soll sich fortan um die U-Mannschaften sowie die Bereiche Athletik, Leistungsdiagnostik, Kognition und Ernährung kümmern.


"Wir haben in der ausführlichen Analyse während der Hinserie bereits Problemfelder insbesondere in der Abstimmung und Kommunikation zwischen den Fachbereichen benannt. Nach einer vorübergehenden Verbesserung hat sich in letzter Zeit leider herausgestellt, dass wieder Probleme aufgetreten sind und wir in der bisherigen Konstellation zu viele Reibungsverluste hatten", erklärt Baumann die Maßnahmen. "Da wir in der aktuellen Situation weitere Konflikte vermeiden und alle Kräfte für das Ziel Klassenerhalt bündeln müssen, haben wir diese Entscheidungen im Sinne des Vereins getroffen."