​Der 80-fache österreichische Nationalspieler Aleksandar Dragovic stand kurz vor einem Wechsel zu ZSKA Moskau, doch sein momentaner Klub ​Bayer Leverkusen verweigerte dem 28-jährigen die Freigabe. Während die Beweggründe der Leverkusener nachvollziehbar sind, ist die Teilnahme an der Europameisterschaft für Dragovic stark gefährdet - er ist nur noch Innenverteidiger Nummer vier.


Aleksandar Dragovic kam im Sommer 2016 für eine stolze Ablösesumme von Dynamo Kiew nach Leverkusen. 18 Millionen Euro zahlte Bayer damals für den Abwehrhünen an die Ukrainer. In seiner ersten Saison in der Bundesliga kam er nur auf 19 Spiele - zu wenig, wenn man die Investition in ihn heranzieht. Danach wurde er für eine Spielzeit an den englischen Klub Leicester City verliehen und dort bestritt er auch nur elf Liga-Partien. Wieder zurück in Leverkusen wurde er abermals nur in der Hälfte der möglichen Spiele eingesetzt und in der aktuellen Saison sind es bisher neun - in den letzten sieben Liga-Begegnungen sammelte Dragovic lausige 17 Minuten. 


Verständlich, dass der Österreicher unzufrieden war und sich intensiv mit einem Wechsel beschäftigte. Mit ZSKA Moskau war er sich bereits einig, doch Leverkusen schob dem Transfer nun einen Riegel vor.


Dragovic in Leverkusen nur noch die Nummer Vier


Obwohl Dragovic nach der Winter-Verpflichtung von Edmond Tapsoba​ mittlerweile hinter dem Neuzugang aus Burkina Faso, dem deutschen Nationalspieler Jonathan Tah und Sven Bender nur noch an vierter Stelle in der internen Hierarchie der Innenverteidiger steht, kann sich Bayer seinen Abgang nicht erlauben. Zum einen befindet sich der Verein noch in allen drei Wettbewerben und zum anderen lässt Trainer Peter Bosz auch regelmäßig mit einer Dreierkette spielen - bei der Verletzung einer Stammkraft steht nur Dragovic als Alternative bereit, da man Panagiotis Retsos zu Sheffield United verlieh.

Edmond Tapsoba

Schlug sofort ein - Edmond Tapsoba



Gerade die Leistungen der 21-jährigen Soforthilfe Tapsoba sind das Pech von Dragovic, auch auf lange Sicht wird der Österreicher nur im Notfall zu Einsätzen kommen. Sicherlich wird er im Sommer erneut einen Wechsel anstreben, doch dann könnte es um seine Teilnahme an der EM schon geschehen sein. Mit dem Frankfurter Martin Hinteregger, dem Hoffenheimer Stefan Posch und dem Freiburger Philipp Lienhardt hat Dragovic drei Konkurrenten, die in der Bundesliga regelmäßig auf sich aufmerksam machen können.