Gelingt dem SV Werder Bremen am Samstagnachmittag gegen Borussia Dortmund der erhoffte Befreiungsschlag? Dass die Grün-Weißen den BVB zu Hause bezwingen können, haben sie erst für gut zwei Wochen im DFB-Pokal-Achtelfinale gezeigt. Cheftrainer Florian Kohfeldt gab sich im Vorfeld des Heimspiels verhalten optimistisch.


"Dank des Pokalspiels haben wir die Gewissheit, dass wir Dortmund unter bestimmten Voraussetzungen schlagen können", sagte der 37-Jährige am Donnerstagnachmittag vor versammelter Presserunde. "Dafür müssen wir an unser Limit kommen und unser Spiel auf den Rasen bringen." Der BVB sei jedoch der "haushohe Favorit". 


Nach der 0:3-Niederlage in Leipzig hat Kohfeldt im Training den Fokus auf das Offensivspiel gerichtet, "weil uns die Automatismen in den letzten Wochen verloren gegangen sind", erklärte der Werder-Coach. "Wir müssen wieder unsere Grundprinzipien in unser Offensivspiel bekommen, uns viel besser in die Räume bewegen. Das ist kein Kopfproblem und daran arbeiten wir gerade." 

Für das Heimspiel gegen Dortmund stehen neben den Langzeitverletzten Kevin Möhwald, Niclas Füllkrug und Philipp Bargfrede auch Fin Bartels und Kevin Vogt nicht zur Verfügung. Letztgenannter zog sich am vergangenen Spieltag eine Sehnenverletzung im Knie zu und fällt vorerst aus. Christian Groß fehlt zudem krankheitsbedingt. 


Nach seiner 5. Gelben Karte ist auch Maximilian Eggestein zum Zuschauen verdammt.


Augustinsson bei Werder Bremen vor Comeback

Stellt Kohfeldt gegen den BVB sein Spielsystem auf eine Viererkette um? ​Ganz abwegig ist diese Option sicherlich nicht, vieles spricht jedoch erneut für eine 5-2-2-1-Formation, die auch schon im DFB-Pokal zum Erfolg geführt hat. 


Das Tor der Grün-Weißen wird wie gewohnt Jiri Pavlenka hüten. Der 27-Jährige blieb in der laufenden Saison nur einmal ohne Gegentreffer. Für den verletzten Vogt dürfte Ömer Toprak in die Startelf rutschen und mit Niklas Moisander sowie Milos Veljkovic die Dreierkette bilden. Routinier Theodor Gebre Selassie ist für die rechte Außenbahn eingeplant. 


Linksverteidiger Ludwig Augustinsson steht nach längerer Verletzungspause wieder zur Verfügung und wird voraussichtlich sein Comeback feiern. "Wir haben mit Theo und Ludde jetzt unsere etatmäßigen Außenverteidiger zur Verfügung und das gibt uns wieder mehr Möglichkeiten", so Kohfeldt.


Selke kehrt zurück

Aufgrund der Sperre von Eggestein wird ​Nuri Sahin, der an den vergangenen beiden Spieltagen nicht zum Einsatz kam, im zentralen Mittelfeld neben Davy Klaassen auflaufen. Heiße Kandidaten für die offensiven Halbpositionen sind Leonardo Bittencourt und ​Milot Rashica. Nach abgesessener Gelbsperre kehrt Winterneuzugang Davie Selke in die Startelf zurück und übernimmt den Platz im Angriffszentrum.


Die voraussichtliche Aufstellung von Werder Bremen im Überblick: