Personell ist es ein ständiges Hin und Her bei ​Werder Bremen. Nur die Leistungen scheinen konstant schlecht zu sein. In der Defensive gibt es bei den Grün-Weißen weitere Probleme. Durch den Ausfall von Kevin Vogt könnte Florian Kohfeldt wieder auf eine Viererkette setzen.


Florian Kohfeldt ist in einem Dauerzustand von Kopfschmerzen. Mit jeder Woche warten auf den Trainer von Weder Bremen weitere Baustellen. Vor dem erneut wegweisenden Duell gegen ​Borussia Dortmund muss Werder neben der Sperre von Maximilian Eggestein auch den Ausfall von Kevin Vogt verkraften.


Der Innenverteidiger zog sich beim ohnehin aussichtslosen Spiel gegen ​RB Leipzig eine Oberschenkelverletzung zu. Den Bremern fehlt er damit mindestens zwei Wochen. Doch Kohfeldt kündigte an, ​sich bereits einige Gedanken gemacht zu haben. Eine große Rolle könnte dabei die Rückkehr zur Viererkette spielen.


Viererkette mit Sicherheit und Augustinsson?


Es sprechen viele Gründe dafür, wieso Bremen von der enttäuschenden Dreierkette abrücken sollte. Einer der wichtigsten Aspekte ist in jedem Fall Ludwig Augustinsson. Der Schwede steht nach langer Verletzungspause vor der Rückkehr​ und würde zwangsläufig zurück in die Mannschaft gespült werden.

Ludwig Augustinsson

Ludwig Augustinsson soll in die Startelf zurückkehren



Als linker Verteidiger in der letzten Kette fühlt sich der Leistungsträger bekanntlich am wohlsten. Im Zentrum würden Ömer Toprak und Niklas Moisander starten; Theodor Gebre Selassie ist auf der rechten Seite gesetzt. Drei Viertel der lange so erfolgreichen Defensivreihe wären somit einsatzbereit. Das viel zu langsame Dreiergespann mit Miloš Veljković ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht tragbar.


Dazu wäre es eine Umstellung, an die sich der BVB anpassen müsste. Die Lehren aus dem DFB-Pokal wären für die Borussia weitestgehend verworfen. Nicht nur defensiv würde sich die Viererkette zu einer großen Bereicherung entwickeln. Im Angriff kann Bremen wieder ein neues und altes Gesicht zeigen.


Harmlose Offensive muss präsent werden


Seit der Umstellung kurz vor der Winterpause gewannen die Norddeutschen nur ein einziges Spiel. In den sechs Partien gelangen den Bremern nur zwei Treffer, Grün-Weiß kassierte selbst deren elf. Wie wirkungslos die Offensive zuletzt war und welche Probleme in der Hintermannschaft noch immer herrschen machen die Zahlen deutlich.

Milot Rashica

Milot Rashica ist seit sieben Ligaspielen ohne Torbeteiligung - auch wegen der Dreierkette?



Die Angriffsreihe hatte keinen Zugriff und erhielt vom zu defensiv eingestellten Mittelfeld wenig Unterstützung. Eine massiveres Mittelfeld könnte Milot Rashica und Co. wieder mehr Räume ermöglichen und für Stabilität sowie Ruhe sorgen. In der Hinrunde hatten die Werderaner nicht im Ansatz mit vergleichbaren Problemen im Sturm zu kämpfen.


Erst seit dem Winter rutschte der SVW so richtig in den Abstiegskampf. Die taktische Neuerfindung ist zwingend nötig.