​Bei ​Werder Bremen muss sich der Blick nach vorne richten. Am Wochenende wartet mit ​Borussia Dortmund die nächste schwere Aufgabe in der ​Bundesliga. Florian Kohfeldt will mit neuen Maßnahmen die Wende schaffen.


Aus den vergangenen Wochen konnten die Bremer nicht mehr mitnehmen als Erkenntnisse. Punkt- und teilweise torlos schlittert Werder dem Abstieg entgegen. Die Mannschaft von der Weser muss nun dringend punkten - bestenfalls schon am Samstag. Doch mit Borussia Dortmund wartet auf die Grün-Weißen ein schwerer Brocken.


Übungsleiter Kohfeldt arbeitete deshalb intensiv an einem Plan. In der Bild sprach er über die Maßnahmen, die Früchte tragen sollen. "Dortmund ist eine der stärksten Offensiv-Mannschaften Europas. Auch wenn es komisch klingt: Der Schwerpunkt der Trainingswoche liegt auf unserem Offensiv-Spiel. Wir haben sehr konzentriert an den Automatismen gearbeitet."


Kohfeldt dreht bei Werder Bremen an allen Stellschrauben


Etwas muss sich bei den geschwächten Bremern in jedem Fall ändern​. In allen Mannschaftsteilen offenbarte das Team erschreckende Schwächen. Kohfeldt setzt auf die Grundlagen, um in den wichtigen Rhythmus zu kommen. "Wir müssen so schnell wie möglich wieder besser den Ball zirkulieren, um überhaupt wieder in die Situationen zu kommen.“ 


Im neuen Kalenderjahr erzielte Werder noch kein einziges eigenes Tor. Die Offensive wirkte zusammenhangslos und tauchte zu oft unter. Besserung verspricht sich der Trainer ebenfalls in der Defensive, wo speziell die Standards noch immer eine große Problemzone sind.

Davy Klaassen, Maximilian Eggestein, Milos Veljkovic, Johannes Eggestein

Nachholbedarf: Werder musste in dieser Saison bereits 15 Standardgegentore hinnehmen



"Es wäre eine billige Ausrede, zu sagen: Es ist ein Kopfproblem. Wir haben uns beide Standard-Gegentore von Leipzig im Detail angeschaut und analysiert, wie jeder handeln muss. Und wir werden Standards noch einmal trainieren!" Neben einer sportlichen Reaktion erwartet sich Kohfeldt ebenfalls ein mentales Aufbäumen. In seinem Plan sind die Einstellung und der Wille richtungsweisend.


Werder-Trainer will den BVB ärgern


"Wir waren in der Ansprache klar und haben ohne Höflichkeitsfloskeln angesprochen, was besser werden muss", so Kohfeldt. Dazu gehört auch die Ansage, den Gegner ordentlich zu ärgern. Orientieren muss sich Bremen am sensationellen Pokal-Triumph, als Werder das Paradebeispiel einer unangenehmen Mannschaft war.


"Dortmund ist der haushohe Favorit. Wir haben aber gesehen, dass es Möglichkeiten gibt, ihnen auch die Freude zu nehmen und für uns Spielfreude zu entwickeln. Es gibt einen Abend, der Hoffnung macht: das Pokalspiel gegen Dortmund. Der Glaube, die schwierige Situation zu bewältigen, ist bei allen vorhanden. Es gibt da keine Zweifel. Aber: Wir haben nicht viel Zeit!" Am Wochenende muss der SVW erneut über sich hinauswachsen.