​​Bayer 04 Leverkusen hat im Hinspiel der Europa-League-Zwischenrunde einen überzeugenden Heimsieg gegen den FC Porto eingefahren. Lucas Alario und Kai Havertz trafen für die Werkself. Bei beiden Toren sorgte der VAR für Wirbel.


Leverkusen: Hradecky - L. Bender, S. Bender, Tapsoba, Sinkgraven - Aranguiz (Baumgartlinger, 72.) - Demirbay, Amiri, Havertz, Volland (Paulinho, 93.)- Alario (Bailey, 80.)


Porto: Marchesin - Manafa (Nakajima, 61.), Mbemba, Marcano, Telles - Corona, Uribe, Sergio Oliveira, Luis Diaz (Pereira, 77.) - Soares (Ze Luis, 62.), Marega


Tore: Alario (29.), Havertz (57.) / Ze Luis (73.)


Der Video-Schiedsrichter kommt zum ersten Mal in einer K.o.-Runde der Europa League zum Einsatz. Und offenbar müssen ihm noch die Kinderkrankheiten ausgetrieben werden. Nachdem der VAR schon im frühen Spiel ​zwischen Eintracht Frankfurt und RB Salzburg nicht seinen besten Premieren-Abend erlebte, gab es nun auch in Leverkusen ganz viel Video-Verwirrung. 


Alario bringt Leverkusen in Führung - doppelter VAR-Check nötig


Die Werkself startete vor heimischem Publikum selbstbewusst und gegen tief stehende, physisch starke Gäste aus Portugal sehr geduldig. Kai Havertz hatte nach knapp 17 Minuten die erste Großchance auf dem Fuß, traf allerdings nur die Latte. Nach einer halben Stunde auf der Uhr zappelte der Ball dann aber im Netz: Lucas Alario hatte den Schlappen nach Kopfballverlängerung von Kerem Demirbay am zweiten Pfosten hingehalten. Die Führung ging zu diesem Zeitpunkt absolut in Ordnung, aber: nach Prüfung durch den Video-Schiedsrichter wurde der Treffer aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen. Oder doch nicht? Nach erneuter Prüfung der Szene gab der Schiedsrichter das Tor und nahm die Korrektur zurück - kuriose Szene!


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Auch im zweiten Durchgang ging Leverkusen voran und belohnte sich schon nach wenigen Minuten: Kevin Volland setzte sich auf dem linken Flügel stark gegen Wilson Manafa durch, der den Angreifer der Werkself dann ungeschickt im Sechzehner zu Boden zog - Strafstoß. Den führte der 19-jährige Kai Havertz aus, scheiterte jedoch kläglich an Porto-Keeper Marchesin. 


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Doch wieder meldete sich der Video-Schiedsrichter! Marchesin trat bei Havertz' verzögertem Elfmeter zu früh von der Linie, der Elfmeter wurde wiederholt. Eine technisch gesehen vertretbare, nichtsdestotrotz sehr fragwürdige Entscheidung. Erneut trat Kai Havertz an den Elfmeterpunkt und verwandelte dieses Mal sicher in die rechte untere Ecke. 


Porto schlägt eiskalt zurück


Die Kuriositäten des Video-Schiedsrichters außen vor gelassen, bot die Werkself eine extrem starke Leistung an. Konzentriert, geduldig und im Kollektiv arbeitend - ein toller Auftritt der Hausherren. Porto indes blieb überraschend blass. Die Gäste erarbeiteten sich kaum eine nennenswerte Torchance und fanden über die gesamte Dauer des Spiels keinen wirklich Zugriff. Doch ist und bleibt Porto eine Spitzenmannschaft, die immer gefährlich werden kann. Alex Telles fand in der 73. Minute mit einem wunderbaren Freistoß den eingewechselten Ze Luis, an dessen Kopfball der stark reagierende Hradecky zwar noch die Hände kriegte, der Ball aber trotzdem über die Linie hüpfte. Eine kalte Dusche für die Werkself - aus dem Nichts! 


Nichtsdestotrotz kann Leverkusen - wenn auch nicht gänzlich mit dem Ergebnis - mit der Leistung zufrieden sein. Im Netz wurden besonders zwei Spieler lobend hervorgehoben: Kevin Volland und Neuzugang Edmond Tapsoba, der erneut eine starke Leistung als zentraler Innenverteidiger ablieferte.

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